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Tasmanien

Tasmanien

Tasmanien (früher Vandiemensland) ist eine dem Kontinent Australien südöstlich vorgelagerte Insel. Sie ist Teil des Australischen Bundes. Die Hauptstadt ist Hobart, die zweitgrößte Stadt Launceston.

Geographie

Tasmanien als größte Insel Australiens umfasst mit 68.401 km² (ohne Inseln 64.519 km², 296 km Nord-Süd-Ausdehnung und 315 km von Ost nach West) 0,88 Prozent der Gesamtfläche Australiens. Die Bass-Straße, welche die Insel vom australischen Festland trennt, wird im Nordwesten durch King Island, an der Nordostspitze von Flinders Island flankiert. Landschaftlich dominieren Gebirge und Hochebenen bis cirka 1.600 m Höhe die Insel. Die höchste Erhebung ist der Mount Ossa (1.617 m). Die Südostaustralien vorgelagerte Insel Tasmanien liegt zwischen 40° - 44° (Süd) geographischer Breite und 144° - 149° (Ost) geographischer Länge (Abb. 1). Die auf dem australischen Kontinentalschelf gelegene Insel ist annähernd so groß wie Irland. Sie ist die weitaus größte der über hundert Inseln des Bass-Archipels. Es gibt noch relativ viele natürliche Landschaftstypen. Etwa ein Viertel der Insel sind als UNESCO-Weltnaturerbe ausgewiesen, zu 40 Prozent besteht die Insel aus Nationalparks. Besonders eindrucksvoll sind die Landschaft am Cradle Mountain sowie die unberührte und teilweise schwer zugängliche Wildnis des Südwestens.

Geologie

Cradle Mountain Geologisch betrachtet bildet Tasmanien den südlichsten Ausläufer des ostaustralischen Randgebirges. Im Zuge der rückläufigen Eiszeit und dem damit verbundenen Anstieg des Meeresspiegels wurde Tasmanien vor 8.000 bis 12.000 Jahren vom Festland abgetrennt. Die durch diesen Prozess entstandene 250 Kilometer breite und meist sehr stürmische Meeresstraße (Bass-Straße) isolierte Tasmanien vollständig von Australien. Als Rudimente dieser ehemaligen Verbindung blieben nur die Inseln der Bass-Straße erhalten. Tasmanien ist von zahlreichen, stark zerklüfteten Gebirgen durchzogen, die teilweise bis auf über 1.500 Höhenmeter ansteigen. Die Gebirgsketten verlaufen in der Regel von Nordwesten nach Südosten und enden häufig am Rand der Insel als Steilküste. Überhaupt liegt der Großteil der Landmasse im Gegensatz zum australischen Festland weit über Meeresniveau. Die geologisch älteren Gebirge des Westteils der Insel sind an ihren steilen Hängen und Graten stark zerklüftet, während die Gebirge Mittel- und Osttasmaniens leichter zugänglich sind und oft in Hochebenen (Plateaus) gipfeln. Abgesehen von diesen Plateaus sind Ebenen selten. Die Unzugänglichkeit der Landschaft wird durch zahlreiche ausgedehnte Fluss-Systeme und eine Vielzahl von Seen verstärkt. Allein im Nordosten einer im Zentrum der Insel gelegenen Hochebene gibt es über 4.000 Seen. Gleichzeitig ist diese größte Ebene der Insel von den drei bedeutendsten Fluss-Systemen (Gordon, Tamar, Derwent) umschlossen, die nach allen Himmelsrichtungen hin entwässern. Das Hauptgestein Tasmaniens ist ein grobkörniger Basalt (Dolerit). Häufig anzutreffen sind sehr alte Sandsteinformationen aus dem Ordovizium, sowie Formationen aus Kalkstein, Quarzit oder Konglomeraten, die im Silur entstanden. Während des Tertiärs kam es zu starker vulkanischer Tätigkeit.

Klima

Das tasmanische Klima ist ozeanisch. Die Winter fallen dadurch relativ milde aus. Andererseits ist die Insel eine der wenigen Landmassen im Bereich der so genannten "Donnernden Vierziger" (Roaring Forties). Daher ist das Klima meist windig bis stürmisch, regnerisch und unbeständig. Alle Jahreszeiten lassen sich, besonders auf den Hochebenen, an einem Tag durchleben. Obwohl Tasmanien auf dem selben Breitengrad liegt wie Istanbul, Rom und Barcelona auf der Nordhalbkugel, ist das Klima kühler als auf dem Festland. Barcelona Bezüglich seiner geographischen Breite fände Tasmanien seine Entsprechung auf der Nordhalbkugel in einem Gebiet, das zwischen Südfrankreich (Nizza) und Zentralspanien (Madrid) anzusiedeln wäre. Häufig wird Tasmaniens warm-gemäßigtes Klima in der Literatur mit dem Klima Südfrankreichs in Verbindung gebracht. Dennoch gibt es einige bedeutende Unterschiede zum europäischen Klima der Nordhalbkugel. Als Insel steht Tasmanien unter maritimem Einfluss, daher ist das Kleinklima regional stärker ausdifferenziert. Die um sechs Monate verschobenen Jahreszeiten sind weit weniger ausgeprägt. Die Winter sind mit Durchschnittstemperaturen von 0,5 °C - 10,5 °C mild und die Sommer mit 9 °C - 19 °C eher kühl. Dennoch kann es fast überall auf der Insel im Winter zu Nachtfrösten kommen und zu jeder Jahreszeit in den Höhenlagen Schnee fallen. Selbst im Sommer können die Bergkuppen oberhalb 1.200 Meter, im Winter oberhalb 600 Meter schneebedeckt sein. In solchen Hochlagen kann die Temperatur auf Extremwerte bis -10 °C und im Januar bis -1 °C absinken. Das relativ milde Klima wird jedoch geprägt durch abrupte Wetterwechsel, den häufig starken Wind und die hohe Luftfeuchtigkeit. Auch die Niederschlagsverteilung Tasmaniens ist weniger von jahreszeitlichen Schwankungen als durch die vorherrschende Windrichtung geprägt. Im Gegensatz zum australischen Festland, wo der Südostpassat seinen Einfluss geltend macht, ist die Insel ganzjährig zum Teil heftigen Westwinden ausgesetzt. Diese Donnernden Vierziger herrschen auf diesem Breitengrad auf der gesamten südlichen Erdhalbkugel und treffen hier ungebremst von Landmassen (die nächste ist Patagonien) auf Tasmanien. So ist der Westteil der Insel sowohl feuchter als auch kühler und hat darüber hinaus weniger Sonnenstunden pro Jahr als der Osten. Diese Temperaturunterschiede werden verstärkt durch den Einfluss einer warmen Meeresströmung im Osten und einer kalten, von der Antarktis kommenden, im Westen Tasmaniens. Der feuchte Wind sorgt im Westen für jährliche Niederschläge von über 1.500 mm mit Spitzenwerten bis zu 3.800 mm. Im Osten sind Werte um 1.500 mm jährlich die Ausnahme, zum Teil werden hier nur Werte um 400 mm erreicht. Vereinfacht dargestellt kann man sagen, dass die jährlichen Niederschläge Tasmaniens in West - Ostrichtung kontinuierlich abnehmen. Verglichen mit dem aridesten Kontinent der Erde - Australien - sind selbst diese Werte im Osten der Insel noch hoch.

Pflanzen- und Tierwelt

Die Flora und Fauna Tasmaniens ähnelt der Australiens. Die Vegetation wird im Nordwesten von Regenwäldern bestimmt. Im Südwesten und Norden finden sich aber auch Buttongras- und Moorlandschaften. Auf den weitläufigen Hochebenen begegnen uns alpine Moose und Blumen. Durch die isolierte Lage vom Festland sind etwa 20 Prozent von den gut 1500 vorkommenden höheren Pflanzenarten endemisch. Es gibt allerdings auch einen erheblichen Anteil an landwirtschaftlichen Nutzflächen. Der Granny-Smith-Apfel wurde in Tasmanien gezüchtet. Beuteltiere sind die dominanten Landlebewesen, von denen der Beutelwolf (oder Beuteltiger, Tasmanischer Tiger, Tylacine) ein bekanntes ausgestorbenes Beispiel ist. Der Wombat (ein Beutelbär), ist ebenso vertreten wie zahlreiche Känguru-Arten. Da viele der nach Australien eingeschleppten europäischen Tierarten (hauptsächliche der Fuchs) und auch der selbst eingewanderte Dingo es aber nie bis nach Tasmanien geschafft haben, sind hier viele Tierarten erhalten geblieben, die auf dem Festland ausgestorben sind: Beuteldachse oder kleine Wallaby-Arten. Ein ebenfalls sehr bekanntes Beispiel einer für Tasmanien endemischen Tierart ist der Tasmanische Teufel. Die tasmanische Pflanzen- und Tierwelt ist eng mit der geologischen Vergangenheit Australiens verknüpft. Erdgeschichtlich betrachtet nimmt der australische Kontinent, bedingt durch seine frühzeitige und lang andauernde Isolierung, eine Sonderstellung ein, die sich nachhaltig auf seine Biozönose ausgewirkt hat. Diese Abtrennung ist verantwortlich für die Vielzahl der endemischen Arten, die häufig ein hohes stammesgeschichtliches Alter aufweisen. In Tasmanien wird dieser Aspekt durch die lange Isolierung vom australischen Festland noch potenziert. Die Zeitspanne dieser Isolierung war zwar für eine grundlegend eigenständige evolutionäre Anpassung zu kurz, jedoch kamen außeraustralische Einflüsse hier noch seltener zum Tragen. Die Flora und Fauna Tasmaniens geht in ihren Grundzügen auf den Superkontinent Gondwana zurück. Gondwana erreichte zu Beginn des Perm seine größte Ausdehnung und begann im Jura in die gegenwärtigen Kontinente der Südhalbkugel zu zerbrechen. Gerade die Reihenfolge dieser Teilung hat die Stellung der Biosphäre Australiens im ökologischen Weltgefüge maßgeblich geprägt. Nacheinander wurde die australische Landmasse vom späteren Afrika, Indien, Neuseeland, aber erst im Eozän von Antarktika getrennt. Darin liegt der Umstand begründet, dass die australische Biosphäre am ehesten Ähnlichkeit mit Teilen der neuseeländischen und südamerikanischen aufweist. Denn während des Eozäns waren Südamerika und Australien noch durch die Landmasse Antarktika verbunden. Diese Theorie wird sowohl durch Untersuchungen an der rezenten Pflanzen- und Tierwelt als auch durch fossile Befunde gestützt. Seit der Trennung von Antarktika war Australien mehr als 50 Millionen Jahren von den anderen Kontinenten isoliert. Selbstverständlich hat sich auch die australische Biosphäre seither den ökologischen Bedingungen und Veränderungen im Laufe der Jahrmillionen angepasst und dennoch ähnelt sie noch deutlich der ehemaligen Flora und Fauna Gondwanas. Wie auf dem Australischen Festland sind auch hier verschiedene Arten von Kletter-, Ring- und Gleitbeutlern zu finden. Diese sind wie Koalas oder Kängurus Beuteltiere und gehören seit eh und je zur Ur-Fauna Australiens. Sie wurden aber unter anderem von Siedlern nach Neuseeland geschleppt und sind dort für die Ausrottung mehrerer endemischer Vogelarten verantwortlich.

Flora

Aufgrund der unterschiedlichen klimatischen und geographischen Verhältnisse differiert auch in Bezug auf die Flora die Westhälfte der Insel stark vom Osten. Im Westteil finden sich vorwiegend Regenwälder und Vegetationsformen, die in Teilen jener von Südamerika und Neuseeland ähneln. Im Osten Tasmaniens herrschen trockene und lichte Wälder australischer Prägung vor. Letztere sind gekennzeichnet durch hunderte verschiedener Akazien- und Eukalyptusarten, die wie in Teilen Australiens die gesamte Restfauna dominieren. Wie die gesamte australische Flora weisen auch sie eine Vielzahl unterschiedlicher evolutionärer Anpassungen auf. Der Wald australischer Prägung lichtet in den Höhenlagen zunehmend aus. Oberhalb 900 Meter im Norden und 600 Meter im Süden gehen die Wälder häufig in ausgedehnte Moorlandschaften über. Im kühl temperierten feuchten Regenwald Westtasmaniens bestimmt die Südbuche (Nothofagus), - eine der vielen endemischen Pflanzen - die bis zu 40 Meter Höhe erreichen kann, das Bild. Wie annähernd alle Baumarten Tasmaniens ist auch sie immergrün. Der ausgeprägte Stockwerkbau dieses Waldes und sein dichtes Unterholz machen ihn häufig undurchdringlich. In den ausgedehnten Dünenlandschaften der Sandstrände herrschen hitze- und trockenheitsresistente Büsche, Sträucher und Gräser vor. Bereits vor der Ankunft der Europäer waren weite Landstriche Tasmaniens durch die Einwirkung der einheimischen Inselbevölkerung geprägt. Auf diese Weise entstanden beispielsweise die feuchten Riedlandschaften mit ihrem Schilf-, Gras- und Heckenbewuchs, die den Regenwald durchsetzen und der zum Teil parkähnliche Charakter mancher Eukalyptus- und Akazienwälder.

Fauna

Die Tierwelt Tasmaniens ist in noch stärkerem Ausmaß mit der australischen verwandt. Letztere ist, ebenso wie die Vegetation, geprägt von Endemismen. Die vorherrschenden Beuteltiere gehen ebenfalls auf Gondwana zurück. So hat sich beispielsweise die Beutelratte seit 65 Millionen Jahren kaum verändert. Auch der australische flugunfähige Straußenvogel, der Große Emu, stammt aus dieser Epoche. Die Hauptvertreter der Tierwelt Australiens, die Beuteltiere, haben, mit Ausnahme des Ökosystems Wasser, alle ökologischen Nischen besetzt. Aquatische Beuteltiere wurden bis auf eine südamerikanische Spezies weltweit aus diesem Lebensraum verdrängt. So unterscheidet sich die Meeresfauna Tasmaniens nur unwesentlich von der anderer Regionen dieses Breitengrades. Auf dem Land blieben die Beuteltiere (Marsupiala) jedoch von außeraustralischen Einflüssen weitestgehend verschont. Selbst die extrem artenreiche Vogelfauna - obwohl weniger an Grenzen gebunden - setzt sich aus Gattungen zusammen, die zu 90 Prozent endemisch sind. Betrachtet man nur die Vogelarten, sind dies sogar 95 Prozent. Die Auswahl an höheren Säugetieren (Plazentatieren) beschränkte sich in voreuropäischer Zeit in Australien auf Nage- und Flattertiere (Fledermäuse und fliegende Hunde). Sie kamen vermutlich während des Miozäns aus dem Norden. Die Fauna Tasmaniens ist noch um einiges artenärmer als die australische. So kommen dort nur etwa ein Fünftel der Beuteltier-, ein Zehntel der Nager- und ein Siebtel der Fledermausarten Australiens vor. Flughunde und Gleitbeutler sind ebenfalls nicht bis nach Tasmanien vorgedrungen. Diese Artenarmut darf jedoch nicht über die hohe Populationsdichte der Landtiere in Tasmanien hinwegtäuschen, die durch die vielseitige Küsten- und Meeresfauna noch ergänzt wird. Die Beutelraubtiere, der tasmanische Teufel und der tasmanische Beutelwolf konnten - vermutlich bedingt durch das Fehlen des Dingos in Tasmanien - bis heute überleben. Der tasmanische Beutelwolf (Thylacinus cynocephalus) wird häufig auf Grund seines dunkelbraun-gelblich gestreiften Felles tasmanischer Tiger genannt. Sein lateinischer Name bedeutet ‘Beutelhund mit Wolfskopf’, was seinem Aussehen schon ziemlich nahe kommt. Mit einer Rückenlänge von zirka 1,20 Metern hatte er in etwa die gleiche Größe wie unser europäischer Wolf und war in der Lage, auch größere Beutetiere zu reißen. Er jagte meist im Dunkeln oder zumindest in der Dämmerung und galt als langsam und etwas unbeholfen. Wahrscheinlich wurden ihm die ausgewilderten Hunde der frühen Kolonialzeit zum Verhängnis. Aber auch die Schafhirten stellten ihm nach, so dass er schon in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts sehr selten war. Im ausgehenden 19. Jahrhundert war er bereits eine außerordentlich begehrte Jagdtrophäe. Wann genau er ausgestorben ist, ist unsicher und in regelmäßigen Abständen tauchen immer wieder Augenzeugen auf, die einzelne Exemplare gesehen haben wollen. Obwohl gegenwärtig Tasmaniens Wildhüter mit der Suche nach Spuren betraut sind, blieben diese Gerüchte bislang unbestätigt.

Tasmanischer Teufel

Beutelwolf Der Tasmanische Teufel hingegen ist auch heute noch recht zahlreich vertreten. Er hat ein schwarzes Fell und ist nur etwa fünfundzwanzig Zentimeter hoch. Sein im Vergleich zum Körper viel zu großer Kopf weist gewaltige Kiefer mit beachtlichen Zähnen auf. Seinen Namen trägt er, weil er ebenso bissig wie gefräßig ist. In voreuropäischer Zeit jagte er kleinere Beuteltiere und Jungtiere oder begnügte sich mit dem, was der Beutelwolf übrig ließ. Heute fängt er unter anderem Hühner und kleine Haustiere oder sucht seine Nahrung im Müll. In Victoria wurde eine Grabbeigabe in Form einer Halskette bestehend aus Sarcophilus-Zähnen gefunden, die auf 3.000 Jahre datiert ist (Wopfner 1997 : 179). Ein Grab in Neusüdwales enthielt 178 gelochte Zähne mit einem Alter von 7.000 Jahren (Blainley 1976 : 64; vgl. Flood 1995 : 61f).

Schnabeltier und Ameisenigel

Victoria Victoria Das Schnabeltier (Platypus) und der Ameisenigel (Echidna) aus der Unterklasse der Prototheria, deren phylogenetische Stellung noch bis heute unklar ist, zählen zu den skurrilsten Vertretern der australischen beziehungsweise tasmanischen Fauna. Beide, wenngleich Säugetiere, zählen aufgrund fehlender spezifischer Geschlechtsorgane genau wie etwa die Vögel oder Reptilien zu den Kloakentieren. Das bis zu sechzig Zentimeter lange Schnabeltier (Ornithorhynchus anatinus) lebt in an Süßwasser angrenzenden Höhlen. Mit Schwimmhäuten ausgestattet, jagt es unter Wasser Weichtiere, Insekten und Krebse. Obwohl Säugetier, legt das Weibchen pro Saison zwei bis drei Eier. Die frisch geschlüpften Jungen sind kaum zwei Zentimeter groß und lecken bei der Mutter die Milch mangels Zitzen direkt vom Fell, die aus darunter liegenden Hautdrüsen abgesondert wird. Der etwa fünfzig Zentimeter lange, stachelbewehrte Ameisenigel ist in Neuguinea und Australien sowie auf Tasmanien beheimatet. Dieses ebenfalls Eier legende Säugetier ernährt sich von Ameisen. Die geschlüpften Jungen wachsen hier jedoch im Brutbeutel heran und werden auch dort gesäugt.

Känguru und Wombat

Das wichtigste Jagdwild der voreuropäischen Bevölkerung waren das Känguru, der Wombat und der Fuchskusu. Von den im Vergleich zu Australien wenigen Känguruarten war das graubraune Waldkänguru (Macropus major) die beliebteste Jagdbeute. Es wird bis zu eineinhalb Meter groß und trat in großen Herden auf. Bei den kleineren Känguruarten war vor allem das ‘Wallaby’ als Beute von Bedeutung. Der Wombat (Vombatidae), der auf Tasmanien mit mehreren Arten vertreten ist, lebt in unterirdischen Höhlensystemen und wurde als ergiebiger Fleischlieferant genutzt. Das schwere, aufgrund seiner kurzen Beine plump wirkende Beuteltier, erreicht eine Länge von 1,20 Metern und ein Gewicht von 30 Kilogramm. Die Jagd nach dem Fuchskusu (Trichosurus vulpecula) war weit verbreitet aber sehr beschwerlich, da er sich meist in hohen Baumwipfeln aufhält. In Statur und Größe ähnelt dieser geschickte Kletterer am ehesten einem Marder.

Weitere Tiere

Neben dem Emu wurde ein weiterer flugunfähiger Laufvogel gejagt. Der Tribonyx mostierii entspricht in seiner Gestalt unserem Rebhuhn. Ansonsten war die äußerst vielfältige Vogelfauna des tasmanischen Inlandes als Beute nicht von Bedeutung. Von den Reptilien, die in Australien neben den Beuteltieren die erfolgreichste Tiergruppe stellen, wurden in Tasmanien nur die größeren Arten verzehrt. Nur drei der 140 australischen Schlangenarten sind auf der Insel heimisch. Alle drei gehören zur Gruppe der Elapiden und sind ausnahmslos giftig. Die Aborigines begegneten ihnen mit großem Respekt (Robinson 1966 : 852). Die australischen Spinnen, Skorpione, Termiten und Schnecken sind ebenso wie die Süßwassermollusken und Süßwasserfische endemisch und haben ihre nächsten Verwandten in Südamerika. In Tasmanien spielen Schnecken und Egel eine größere Rolle als auf dem trockenen Kontinent. Von entscheidender Bedeutung war in Tasmanien die Küsten- und Meeresfauna. Wie bereits angedeutet, unterscheidet sie sich nicht wesentlich von der Fauna anderer Erdteile. In dem fischreichen Meer gab es auch eine Vielzahl Meeressäuger: Delfine, Wale, See-Elefanten, Robben und Seehunde. Die große Anzahl von Muscheln, Krebsen, Krabben und Hummer waren ein begehrtes Nahrungsmittel. An den Küsten nisteten Seevögel in großer Zahl, die jedoch teilweise als Zugvögel nur saisonal anzutreffen waren: Kormorane, Enten, Gänse, Schwarze Schwäne, verschiedene Wasserhuhnarten, Albatrosse, Reiher, Tölpel und der ‘mutton bird’ (Puffinus tenuirostris), ein Sturmvogel, der eine zentrale Rolle in der Nahrungsversorgung der Küstenbevölkerung spielte. In diesem Zusammenhang noch von Interesse ist die am Ende der Eiszeit vor ca. 25.000 bis 15.000 Jahren (Flood 1995 : 192; vgl. Scarre 1990 : 68) ausgestorbene Megafauna (Abb. 5). Diese beinhaltete auch größere Formen der rezenten Tierarten. Andere Gattungen sind mit ihrem Aussterben für immer verschwunden; so etwa das Diprotodon, das die Größe eines Nashorns erreichte. Die damaligen Formen des Tasmanischen Teufels und des Emus waren beträchtlich größer. Manche Känguruarten erreichten eine Höhe von drei Metern und auch Wombats von der Größe eines Esels sind belegt. Die Gründe des Aussterbens sind noch nicht eindeutig geklärt; dennoch deutet einiges darauf hin, dass die voreuropäische Bevölkerung daran nicht unbeteiligt war (Flood 1995 : 136f, 281; Lourandos 1997 : 98-111; Wilpert 1987 : 21). Entgegen anders lautender Behauptungen haben auch die Aborigines in ihrem Lebensraum Spuren hinterlassen. Ein Phänomen, das - lange verleugnet - auch bei Wildbeuterpopulationen anderer Erdteile zunehmend Bestätigung findet. Geringe Naturbeherrschung darf in diesem Zusammenhang nicht gleichgesetzt werden mit nicht vorhandener nachhaltiger Beeinflussung. Natürlich war ihnen bewusst, dass der Raubbau an der Natur sie ihrer Lebensgrundlage entzieht. Diese Zusammenhänge hatten sie täglich vor Augen. Deshalb waren sie bemüht, ihre Ressourcen nicht über die Maßen zu strapazieren, was ihnen jedoch nicht immer gelang. Ein anderes Beispiel hierfür könnte die Ausrottung einer See-Elefantenart (Mirounga leonina) auf Tasmanien sein, für die Rhys Jones die prähistorische Bevölkerung verantwortlich macht (Jones 1966/67; vgl. Mulvaney und Golson 1987 : 90).

Bevölkerung

Die indigene Bevölkerung Tasmaniens, die Tasmanier, verfügten nicht über die Technik der Ozean-Schifffahrt und entwickelten sich daher selbstständig von den Aborigines auf dem Festland. Man schätzt, dass nie mehr als 5.000 bis 20.000 Ureinwohner hier lebten. Die Tasmanier wurden bis 1865 von Europäern völlig ausgerottet. 2001 lebten auf Tasmanien laut amtlicher Statistik 472.931 Einwohner. Das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 6,9 Einwohnern pro km².

Geschichte

1642 entdeckte der niederländische Seefahrer Abel Tasman die Insel für die Europäer. Er segelte im Auftrag des Generalgouverneurs von Niederländisch-Ostindien Anton van Diemen, weshalb er die Insel auch Van-Diemens-Land nannte. 1798 umrundete Kapitän Matthew Flinders das Eiland und belegte damit Tasmaniens Inselcharakter, während Tasman noch von einer Halbinsel ausgegangen war. Kurz nach Gründung der Kolonie New South Wales auf dem australischen Festland 1788 landet 1792 eine französische Expedition auf Tasmanien, um das Land zu erkunden. Daraufhin entscheiden sich die Briten, auch hier möglichst schnell eine Kolonie einzurichten. 1803 errichten sie Risdon Cove am Derwent River, ein Jahr später Hobart Town, ebenfalls am Derwent, und George Town am Tamar River. Tasmanien war anfangs vor allem Strafkolonie. Es wurden die schwereren Fälle nach Tasmanien gebracht, da die Insel durch ihre geringere Größe leichter zu überwachen war als die Kolonien des Festlands. 1825 wird das damalige Van-Diemen's-Land zu einer eigenständigen Kolonie erklärt. Der berühmte britische Seefahrer und Nordpolarforscher Sir John Franklin war 1836-1843 Gouverneur der Insel. 1853 erhielt die Insel ihren heutigen Namen zu Ehren des Entdeckers. 1856 erlangte Tasmanien eine eigene Verfassung und Regierung. Seit 1901 gehört die Insel zum Australischen Bund. 1917 stiftete der englische König Georg V. das Staatswappen mit zwei Beutelwölfen als Schildhalter. siehe auch: Geschichte Tasmaniens

Universitäten


- University of Tasmania (UTAS), Hobart [http://www.utas.edu.au/]
- Australian Maritime College (AMC), Launceston [http://www.amc.edu.au/]

Literatur


- [http://susi.e-technik.uni-ulm.de:8080/Meyers2/seite/werk/meyers/band/15/seite/0528/meyers_b15_s0528.html#Tasmania Tasmanien], in: Meyers Konversationslexikon, 4. Aufl. 1888, Bd. 15, S. 0528

Weblinks


- http://www.tas.gov.au/tasmaniaonline/ - die Seite der tasmanischen Landesregierung mit vielen Links zu Seiten aus und über Tasmanien
- http://www.eneabba.net/Tasmania/index.htm Webseite mit vielen Fotos
- http://www.discovertasmania.org - Reiseplaner und viele Inselinformationen Kategorie:Australischer Bundesstaat bzw. Bundesterritorium Kategorie:Insel (Australien) ja:タスマニア州 ko:태즈메이니아 simple:Tasmania th:เกาะแทสเมเนีย

Australien (Kontinent)

Der Kontinent Australien umfasst eine Hauptlandmasse, das eigentliche Australien oder frühere Neuholland, und die vorgelagerten Inseln Tasmanien und Neuguinea, welches auch Papua oder Irian genannt wird. Der nördlichste Punkt liegt direkt am Äquator, auf der Insel Kabare, im Süden erstreckt sich der Kontinent bis zum Südostkap auf Tasmanien bei 43° Süd. Die Ost-West-Ausdehnung reicht vom Cape Byron am 153. Längengrad Ost bis zum Cape Inscription am 113. Längengrad Ost. Mit einer Fläche von 8.500.000 km² (fast so groß wie Europa) ist er etwa viermal so groß wie die größte Insel der Erde, Grönland. Häufig werden zum Kontinent Australien auch die im Pazifik gelegenen Inselstaaten gezählt, insbesondere aus kulturellen und politischen Gründen Neuseeland. Diese Gesamtregion wird jedoch als kultureller Kontinent Ozeanien bezeichnet. Ozeanien

Politische Gliederung

Unabhängige Staaten


- Australien
- Papua-Neuguinea

Abhängige Gebiete


- Papua (bis 2002 Irian Jaya) – indonesische Provinz (Teil Neuguineas)

Erdgeschichtliche Entstehung

Die meiste Zeit bildeten Australien, Neuguinea und Tasmanien eine zusammenhängende Landmasse, Sahul. Diese war Teil des südlichen Superkontinents Gondwana, der vor etwa 200 Millionen aufgrund der Kontinentaldrift vom Urkontinent Pangäa getrennt wurde. In dieser Zeit herrschte in Gondwana ein mildes Klima vor. Nachdem sich nacheinander Afrika und Madagaskar (vor ca. 160 Millionen Jahren), Indien (vor ca. 125 Millionen Jahren) und Neuseeland (vor ca. 80 Millionen Jahren) von Gondwana abspalteten, driftete Sahul langsam nach Norden, blieb aber bis vor 45 Millionen Jahre weiterhin mit Antarktika verbunden. Nach der Trennung von Antarktika kam es durch die neu auftretenden Meeresströmungen zwischen diesen Kontinenten zu einem kühleren und trockeneren Klima. Dieser Effekt wurde noch verstärkt, nachdem sich auch Südamerika und der antarktische Kontinent trennten und damit die zirkumpolare Strömung einsetzte. Vor 15 Millionen Jahren kollidierte der nördliche Teil Sahuls mit Südostasien, wodurch sich die Gebirge Neuguineas auffalteten. Aus dieser Kollision entstand auch die Torres Strait, die allerdings zu dieser Zeit noch über dem Meeresspiegel lag. Erst vor 8000 Jahren wurde die Torres Strait, vor etwa 12.000 Jahren auch die Bass Strait überflutet und damit die kontinuierliche Landverbindung zwischen Neuguinea, Australien und Tasmanien unterbrochen. siehe auch Plattentektonik

Geographie

Plattentektonik

Physische Geographie

Australien zeichnet sich durch sein trockenes, flaches Hinterland aus. Im Osten wird das flache Zentrum von der Great Dividing Range begrenzt, die mit dem Mount Kosciuszko eine Höhe von 2228 Metern erreicht. Diese Gebirgskette zieht sich bis nach Tasmanien. Im dünn besiedelten Westen des Kontinents befinden sich Wüsten wie beispielsweise die Nullarbor-Wüste. Diese flachen Landschaften werden nur gelegentlich von Erhebungen wie den Macdonnell Ranges unterbrochen. Markantes Wahrzeichen des australischen Festlandes ist der Inselberg Uluru. Im Gegensatz zum Rest des Kontinents befinden sich auf Neuguinea aufgrund der Kollision mit der asiatischen Kontinentalplatte stark zerklüftete Gebirge. Eine etwa 200 km breite Gebirgskette durchzieht die gesamte Insel von West nach Ost. Hier befindet sich auch der höchste Berg des Kontinents, die Djajaspitze mit 5030 Meter Höhe. Zu den bekanntesten Flüssen gehören beispielsweise der Darling River, Murray, Snowy River und Sepik. Das Innere des Kontinents ist arm an Süßwasser-Reservoirs, große Salzseen wie Lake Eyre bestimmen die Landschaft. siehe auch Geographie Australiens

Klima

Der Kontinent nimmt drei Klimazonen ein: die tropische Zone (nördlich des Wendekreis des Steinbocks), die subtropische Zone (südlich des Wendekreis des Steinbocks) und die kühlgemäßigte Zone im äußersten Süden und auf Tasmanien. Neuguinea im äußersten Norden ist ganzjährig starken tropischen Regenfällen ausgesetzt. Temperaturen an der Küste liegen hier meist bei etwa 30°C. In den höheren Gebirgsregionen kann es jedoch auch zu Nachtfrost kommen. Im Bereich der Hauptlandmasse treten dagegen deutliche saisonale Klima-Unterschiede hervor. Wetterbestimmend sind hier hauptsächlich drei Phänomene, der Tropische Tiefdruckgürtel, die Passatwindzone und die Subpolaren Westwinde.Im Sommerhalbjahr von November bis April treten im Norden aufgrund eines Hitzetiefs starke Regenfälle auf. Zusätzlich kommt es über der Timorsee zu Wirbelstürmen. Südaustralien liegt zu dieser Zeit im subtropischen Hochdruckgürtel und bleibt weitgehend niederschlagsfrei. Im Winterhalbjahr, Mai bis Oktober, bleibt dagegen der Norden aufgrund eines Hochdruckgebiets trocken, Süden und Südwesten des Landes liegen in der Westwindzone und sind Niederschlägen ausgesetzt. Südostpassatwinde bringen den Gebirgen des Ostens ganzjährig Steigungsregen. Das Zentrum des Landes bleibt ganzjährig weitgehend trocken, 80 Prozent der Fläche Australiens sind semiaride und aride Gebiete mit weniger als 250 mm Niederschlägen im Jahr. Südaustralien ist das bevölkerungsreichste Gebiet im Bereich des südlichen Ozonlochs.

Ökologie

Aufgrund seiner Größe und Lage existiert in Australien eine bemerkenswerte Vielfalt an Ökosystemen, von Wüsten, Woodlands und Shrublands, über den gemäßigten bis zum tropischen Regenwald. Diese werden durch zahlreiche Nationalparks geschützt. Die biogeografische australische Region schliesst auch die indonesischen Inseln östlich von Bali mit ein. Die Grenze zur orientalischen Zone wird dabei durch die Wallace-Linie gebildet. Durch die lange Isolation des Kontinents konnte sich hier eine Flora und Fauna etablieren, die weitgehend unbeeinflusst von evolutionären Entwicklungen auf anderen Kontinenten blieb. Alle rezenten Arten der Kloakentiere kommen nur in Australien und Neuguinea vor. Der Kontinent weist ausserdem die weltweit höchste Diversität an Beutelsäugern auf. Besonderheiten der Vogelwelt sind beispielsweise die Paradiesvögel, eine auf die tropischen Regionen beschränkte Familie. Die Flora weist Ähnlichkeiten zu Florenelementen Südamerikas sowie zu Fossilfunden in der Antarktis auf, ein Hinweis auf die erst späte Trennung dieser Kontinente.
siehe auch Fauna Australiens

Bevölkerung

Der Kontinent Australien ist mit ungefähr 28,4 Millionen Einwohnern nach der Antarktis der bevölkerungsärmste [weniger als Spanien (40 Mio.) oder Polen (39 Mio.)].

Indigene Bevölkerung

Die indigene Bevölkerung des Kontinents setzt sich aus den Aborigines der Hauptlandmasse, den Tasmaniern, den Papua sowie den melanesischen Völkern Neuguineas und der vorgelagerten Inseln zusammen. Diese Gruppen bilden jedoch keine einheitlichen Kulturen, sondern bilden eine Vielzahl von sprachlich und kulturell abgrenzbaren Einheiten. Namentlich die Bevölkerung Neuguineas gilt als eine der heterogensten der Welt. Während in Papua-Neuguinea weiterhin ein Großteil der Bevölkerung und auch in West-Papua noch fast die Hälfte der Einwohner indigenen Ursprungs ist, stellen die Aborigines nur noch knapp zwei Prozent der australischen Bevölkerung. Die Tasmanier wurden nach der Besiedlung durch die Europäer fast vollständig vernichtet.
siehe auch Indigene Völker Australien-Ozeaniens

Einwanderung

Aufgrund der unterschiedlichen Kolonialgeschichte der australischen Regionen sind auch die Einwanderungsmuster sehr verschieden. So ist die Mehrheit der Bevölkerung des australischen Bundes britischstämmig, seit den 70er Jahren nimmt jedoch die Zuwanderung aus dem asiatischen Raum zu. In Papua-Neuguinea hat Einwanderung nie eine bedeutende Rolle gespielt, während das Transmigrasi-Programm der indonesischen Regierung zur Umsiedlung von etwa 1,2 Millionen Menschen, vor allem aus Sumatra und Java, nach West-Papua geführt hat.

Sprachen

In Neuguinea sind weiterhin mehrere hundert Papua-Sprachen verbreitet, als Verkehrssprache hat sich hier jedoch Tok Pisin durchgesetzt. Amtssprache Australiens und Papua-Neuguineas ist Englisch, in West-Papua Bahasa Indonesia.
siehe auch Sprachen in Papua-Neuguinea, Australische Sprachen

Religion

Die Mehrheit der Bevölkerung gehört christlichen Religionsgemeinschaften an, vor allem in Papua-Neuguinea ist der Anteil mit 96 Prozent aufgrund erfolgreicher Missionierung sehr hoch. Die Ausübung des Glaubens erfolgt jedoch häufig in Kombination mit traditionellen Glaubensvorstellungen mit animistischem Hintergrund. In West-Papua stellen Muslime etwa 20 Prozent der Bevölkerung, vor allem indonesische Einwanderer.

Geschichte

Besiedlung

Der australische Kontinent wurde vor mindestens 50.000 bis 60.000 Jahren von Südostasien aus besiedelt. Aufgrund einer Eiszeit lag zu dieser Zeit der Meeresspiegel niedriger, so dass die Meerespassage zum heutigen Neuguinea vereinfacht war. Bis vor 35.000 Jahren hatte sich die Bevölkerung über die kontinuierliche Landverbindung bis nach Tasmanien ausgebreitet. Die ersten menschlichen Gemeinschaften besiedelten vermutlich die Küste. Vor etwa 30.000 Jahren entstanden dann auch die ersten Siedlungen im Hochland Neuguineas.

Entdeckung

Schon im Altertum ist von einem südlichen Kontinent, wie Ptolemäus ihn im 1.und 2. Jh. n. Chr. als
terra australis incognita (unbekanntes südliches Land) erwähnt, ausgegangen worden, als nötiges Gegengewicht zu Eurasien. Doch die Vorstellung, der Äquator sei eine Feuerbarriere, machte eine mögliche Entdeckung unmöglich. Nach seiner Entdeckung wurde Terra Australis Incognita zuerst in Terra Australis und schließlich Australien umbenannt. Neuguinea war der erste Teil des Kontinents, der Anfang des 16. Jahrhunderts von europäischen Seefahrern gesichtet wurde. 1526 landete der Portugiese Jorge de Meneses durch Zufall auf der Insel. Von ihm stammt angeblich auch der Begriff Papua, malaiisch für kraus, als Anspielung auf das krause Haar der melanesischen Bevölkerung. Nach der Landung des Spaniers Íñigo Ortiz de Retez 1545 begann man mit dem Export von Edelhölzern und anderen Luxusgütern. Der Hauptteil des Kontinents wurde im Jahr 1606 durch den Niederländer Willem Jansz entdeckt. In den folgenden Jahrzehnten strandeten weitere holländische Handelsschiffe an der australischen Küste, maßen dieser Entdeckung jedoch keine besondere Bedeutung bei. Im Jahre 1642 entschloß sich die Niederländische Ostindien-Kompanie jedoch zu einer geplanten Erforschung des Kontinents. Dabei entdeckte Abel Tasman das heutige Tasmanien. In einer Expedition unter Willem de Vlamingh ab 1696 wurden weite Teile der Westküste kartografiert. Da die Landschaft aber trocken und unfruchtbar wirkte, zeigten die Holländer kein Interesse, Australien zu kolonisieren.

Kolonisation

Im April oder Mai des Jahres 1770 erreichte James Cook die fruchtbare Ostküste und nahm Teile des Landes als britische Kolonie New South Wales für England in Besitz. Diese war als Sträflingskolonie geplant, die ersten Schiffe mit Siedlern und Sträflingen trafen am 26. Januar 1788 in Sydney Cove ein. Bis 1836 werden weitere Kolonien gegründet, die das gesamte Australien, abgesehen von Neuguinea unter britische Kontrolle bringen. 1828 beginnt mit dem Erwerb der Halbinsel Vogelkop durch die Niederländer auch die Kolonisation Neuguineas. Den Rest der Insel teilen 1884 die Niederlande, Großbritannien und das Deutsche Reich unter sich auf. Der Westteil geht an die Niederlande, Großbritannien erhält den Südosten, Deutschland den Südwesten. 1906 wird der britische Teil an Australien übergeben, der deutsche Teil geht 1919 unter australische Kontrolle.

Unabhängigkeitsbestrebungen

Zwischen 1855 und 1890 erhielten die einzelnen britischen Kolonien des Hauptkontinents das Privileg des
Responsible Government und damit eine größere Unabhängigkeit vom britischen Empire. London behielt allerdings vorerst die Kontrolle über Außenpolitik, Verteidigung und Außenhandel. In den Kolonien beginnen die Planungen für einen Zusammenschluss der Einzelstaaten. Am 1. Januar 1901 formierten sich die einst voneinander unabhängigen Kolonien des Festlands mit Tasmanien zum Commonwealth of Australia. Am 26. September 1907 erhält der Australische Bund mit dem Dominionstatus die nahezu vollständige Unabhängigkeit vom Mutterland Großbritannien. Während des Zweiten Weltkriegs wird der Norden Neuguineas von 1942 bis 1945 von Japan besetzt. Auch das australische Festland ist in dieser Zeit von japanischer Invasion bedroht. Indonesien, seit 1949 unabhängig, erhebt Anspruch auf den Westteil Neuguineas, dieses bleibt aber vorerst niederländisch. 1957 begannen die Niederlande und Australien Pläne für die Unabhängigkeit eines vereinigten Neuguineas in den 1970er Jahren zu entwickeln. 1961 wurde eine Versammlung in Westpapua abgehalten und ein Parlament, der Nieuw Guinea Raad, eingeführt. Indonesien marschierte daraufhin ein und begann etwas später, die Papua aus Gebieten zu vertreiben, in denen Siedler aus Indonesien angesiedelt werden sollten. 1963 wurde West-Papua offiziell indonesische Provinz. Trotz fortlaufender Autonomie-Bestrebungen erkennt Indonesien die Unabhängigkeit der Provinz bis heute nicht an. Der östliche Teil der Insel erhielt 1975 die vollständige Unabhängigkeit von Australien. Siehe auch: Geschichte Australiens

Weblinks

Kategorie:Kontinent


Insel

Eine Insel ist eine Landmasse, die vollständig von Wasser umgeben ist, aber nicht als Kontinent gilt. Auch durch den Menschen künstlich erstellte Bauwerke (Brücken, Fahrdämme) verändern die Inseleigenschaft nicht, wenn die Natur bis dahin für die vollständige Wasserumgebung gesorgt hat. Sylt ist also nach wie vor eine Insel. Der Peloponnes ist dementsprechend eine Halbinsel - obwohl ein Kanal die Landenge und Verbindung zur Attika durchschneidet. Einige Länder haben diese Definition noch erweitert. So darf in Kanada erst dann von einer Insel gesprochen werden, wenn auf einem Stück Land ein Baum wächst. Diese Definition ist dort nötig, da nur auf Inseln gebaut werden darf. Man unterscheidet zwei Arten hinsichtlich der Lage von Inseln: #Ozeanische Inseln, die oft als Bestandteil mittelozeanischer Rücken, frei vom Kontinent aus dem Meer aufragen (meist Vulkane oder Koralleninseln (Atolle)) #Kontinentale Inseln, die auf dem Festlandsockel ruhen. Eine weitere denkbare Unterscheidung wäre die nach der Art des Gewässers in: #Hochseeinsel, wie z.B. Helgoland bzw. See- oder Meeresinsel #Binnenseeinsel #Flussinsel

Große Inseln

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Geowissenschaftlich interessante Inseln in der Wikipedia


- Kachelotplate
- Sable Island
- Surtsey

Verwandte Themen


- Größte Insel
- Schwimmende Insel
- Gefängnisinsel
- Schatzinsel
- Inselkette
- Liste der Inseln
- Liste der Inselstaaten
- Liste britischer Inseln
- Liste dänischer Inseln
- Liste deutscher Inseln
- Liste griechischer Inseln
- Liste niederländischer Inseln
- Liste polnischer Inseln
- Liste russischer Inseln
- Liste unbewohnter Inseln

siehe auch


- Insel (Altmark), Gemeinde im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt
- Kommissionsinsel, Stadtviertel der Stadt Kehl am Rhein
- Insel-Verlag, Insel-Bücherei Kategorie:Physische Geographie ja:島 ko:섬 ms:Pulau simple:Island th:เกาะ zh-min-nan:Tó-sū

Hobart

Hobart (früher Hobarttown) ist die Hauptstadt von Tasmanien, Australien, hatte im Jahr 2004 ca. 218.000 Einwohner und ist an der Flussmündung des Derwent River, am Fuß des 1.270 m hohen Mount Wellington im südlichen Landesteil von Tasmanien gelegen. Die Stadt beherbergt die Universität von Tasmanien. Hobart bildet einen guten Hafen.

Wirtschaft

Neben Tourismus und dem Seehafen spielt Sekundärindustrie wie Katamaranherstellung, Holzverarbeitung und Zink-Verhüttung (bei Risdon) eine Rolle. Der Flughafen liegt etwa 25 km nordöstlich des Stadtzentrums. Hobart ist Sitz der Kette Red Herring Surf.

Kulturelles

Weltweit bekannt ist die im Dezember stattfindende Sydney-Hobart-Regatta. Ein Anziehungspunkt ist der Wochenmarkt am Salamanca Place. Neben Universität, Museen, Theater und Spielkasino existiert noch ein sehenswerter botanischer Garten. Die Partnerstädte von Hobart sind L'Aquila ind den Abruzzen/ Italien und Yaizu auf der japanischen Insel Honshu.

Geschichte

Hobart ist nach Sydney die zweitälteste Stadt Australiens und wurde 1804 als Sträflingskolonie von Lieutenant-Colonel David Collins mit ca. 300 Verurteilten, einer Anzahl von Marinesoldaten und ungefähr 30 freien Siedlern, gegründet. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts gab es hier elektrische Straßenbahnen, die den Bahnhof mit den seinerzeitigen Vorstädten New Town, Queensborough, Wellington, Glenorchy, Risdon und Bellerive verbanden. Heute spielt der Schienenverkehr nur eine untergeordnete Rolle, eine Eisenbahnlinie transportiert Güter entlang der Westküste Tasmaniens bis zum Hobarter Hafen.

Persönlichkeiten


- Sir John Franklin (der britische Seefahrer und Forscher war hier Gouverneur von 1836 bis 1843)
- Kronprinzessin Mary von Dänemark (seit 2004, hier geboren als Mary Donaldson)
- Richard Flanagan, Schriftsteller
- Errol Flynn wurde nach eigenen Angaben hier geboren.

Öffentliche Einrichtungen


- University of Tasmania - [http://www.utas.edu.au externer Link]
- Royal Hobart Hospital Siehe auch: Augustus Charles Hobart

Weblinks


- [http://www.hobartcity.com.au Internetpräsenz von Hobert]
- [http://rolexsydneyhobart.com/default.asp?key=521 Sydney-Hobart-Regatta]
- [http://www.utas.edu.au Universität von Tasmanien] Kategorie:Ort in Australien Kategorie:Tasmanien Kategorie:Ort mit Seehafen ja:ホバート

Quadratkilometer

Quadratmeter ist eine SI-Einheit der Fläche. Sie dient zur Messung von Flächen. Ein Quadratmeter ist ein Flächenmaß und entspricht der Fläche eines Quadrats von 1 Meter Breite mal 1 Meter Länge. Das Einheitenzeichen für Quadratmeter ist m2. Die oft verwendeten Abkürzungen „qm“ oder „m^2“ sind entsprechend dem SI-Einheitensystem nicht zulässig. Diese Bezeichnung stammt aus der Frühzeit der Schreibmaschine bzw. des Computers, als die hochgestelle '2' noch nicht darstellbar war. Umgangssprachlich wird der Quadratmeter auch „Meter im Quadrat“ oder „Geviertmeter“ (veraltet) genannt. Beispiel: Ein Garten, der 30 m lang und 10 m breit ist, hat eine Fläche von 30\ m \times 10\ m = 300\ m^2.

Umrechnungen


- 1 m2 = 1.000.000 mm2 (Quadratmillimeter)
- 1 m2 = 10.000 cm2 (Quadratzentimeter)
- 1 m2 = 100 dm2 (Quadratdezimeter)
- 10-28 m2 = 1 b (Barn (in der Kern- und Atomphysik))
- 100 m2 = 1 a (Ar)
- 10.000 m2 = 1 ha (Hektar)
- 1.000.000 m2 = 1 km2 (Quadratkilometer) Barn, Ar und Hektar sind zugelassene gesetzliche Einheiten im Messwesen mit beschränktem Anwendungsbereich. Das Barn darf nur in Kern- und Atomphysik, Ar und Hektar dürfen nur bei der Angabe der Fläche von Grund- und Flurstücken benutzt werden.

Häufige Abwandlungen der Einheit Quadratmeter

Indem man zwischen Quadrat- und -meter ein entsprechendes SI-Präfix setzt, kann man auch dezimale Vielfache und Teile des Quadratmeter bilden. Der Vorsatz wird dabei gemäß dem internationalen Einheitensystem (SI) direkt vor den Namen oder das Einheitenzeichen der Basiseinheit gesetzt. Quadriert wird folglich die dadurch entstandene Einheit (z. B. Kilometer km); es gibt keinen Milliquadratmeter.

Quadratmillimeter

Ein Quadratmillimeter entspricht der Fläche eines Quadrates von 1 Millimeter mal 1 Millimeter, also 10-6 m² Das Einheitenzeichen für Quadratmillimeter ist mm2.

Quadratzentimeter

Ein Quadratzentimeter entspricht der Fläche eines Quadrates von 1 Zentimeter mal 1 Zentimeter, also 10−4 m². Das Einheitenzeichen für Quadratzentimeter ist cm2.

Quadratdezimeter

Ein Quadratdezimeter entspricht der Fläche eines Quadrats von 1 Dezimeter mal 1 Dezimeter. Das Einheitenzeichen für Quadratdezimeter ist dm2. Umgerechnet entspricht 1 dm2 der Fläche von 0,01 m2 bzw. 100 cm2 bzw. 10.000 mm2.

Quadratkilometer

Ein Quadratkilometer entspricht der Fläche eines Quadrats mit einer Kantenlänge von einem Kilometer. Das Einheitenzeichen für Quadratkilometer ist km2. Die immer noch oft verwendete Abkürzung qkm entspricht nicht dem Internationalen Einheitensystem, den in Normen festgelegten Empfehlungen des DIN und den deutschen Rechtsvorschriften über gesetzliche Einheiten im Messwesen.

Weblinks


- [http://www.ptb.de/de/wegweiser/einheiten/ Physikalisch-Technische Bundesanstalt, Hüterin der Einheiten]
- http://physics.nist.gov/cuu/Units/index.html (englisch) Kategorie:SI-Einheit ja:平方メートル ko:제곱미터 zh-min-nan:Pêng-hong-kong-chhioh

Bass-Straße

Die Bass-Straße ist eine Meeresstraße südlich von Australien. Sie verbindet den Indischen Ozean im Westen mit der Tasmanischen See im Osten und trennt die Insel Tasmanien vom australischen Festland. Die Meerenge ist ca. 240 km breit, die durchschnittliche Wassertiefe beträgt etwa 50 m. Die Abtrennung vom Festland erfolgte aufgrund der Anhebung des Meeresspiegels am Ende der letzten Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren. Benannt wurde die Meerenge von Matthew Flinders im Jahr 1798 nach seinem Schiffsarzt George Bass. Kategorie:Geographie (Australien) Kategorie:Meerenge Kategorie:Tasmanien Kategorie:Victoria ja:バス海峡

Flinders Island

Flinders Island ist eine tasmanische Insel am östlichen Ende der Bass-Straße zwischen Tasmanien und Australien. Vor der letzten Eiszeit war sie der erhabene Teil der Landbrücke zwischen den beiden Festländern.

Geografie

Rund 20 Kilometer nördlich von Cape Portland erreicht sie eine Ausdehnung von 29 km Breite (SW - NO) und 64 km Länge (NW - SO). Der höchste Punkt der Insel ist der 756 Meter hohe Mount Strezelecki. Der Westen der Insel ist von felsigen Dünen und langen Stränden geprägt wohingegen sich einem am östlichen Ende Lagunenstrände offenbaren, die zu den schönsten der Welt gehören.

Klima

Im allgemeinen herrscht auf Flinders Island wie auf allen Inseln der Furneaux-Gruppe maritimes warm gemäßigtes Klima. Die jährliche Niederschlagsmenge beläuft sich auf zirka 600 mm im Südwesten. Im gebirgigen Zentrum sind 800 mm nicht unüblich. Die Durchschnittstemperatur im Winter beträgt 7 °C, im Sommer 22,5 °C, wobei in den besonders warmen Monaten auch 30-33 °C gemessen werden.

Flora und Fauna

Die Insel ist bis weit über Ihre Grenzen hinaus bekannt für Ihre Wallabys sowie Bilch-, Ring- und Kletterbeutler. Für zahlreiche Subspezies ist die Insel zu einem ihrer letzten Rückzugsorte geworden.

Geschichte

Entdeckt wurde Flinders Island eher zufällig von Tobias Furneaux, dem Kapitän von James Cooks Unterstützungsschiff, als dieses im Nebel von der Endeavour am 19. März 1773 getrennt wurde. George Bass und Matthew Flinders umrundeten die Inseln zwischen Oktober 1798 und Juni 1799. Während die Meerenge nach dem Schiffsarzt Bass benannt wurde, gab Flinders der Insel ihren Namen. 1833 wurden per Beschluss Aborigines von Tasmanien auf Flinders Island umgesiedelt. In der fälschlichen Hoffnung, dort vor der Vergewaltigung und der Ermordung durch die weißen Siedler sicher zu sein, folgten sie bereitwillig. Die Popularisierung der Insel erfolgte erst 1950, als ein Militärstützpunkt auf der Insel errichtet wurde.

Literatur


- Matthew Flinders: Die erste Umsegelung Australiens. Edition Erdmann, 2001, ISBN 3865032176

Weblinks


- [http://focusonflinders.com.au Flinders Island Informationen] (englisch) Kategorie:Insel (Australien) Kategorie:Tasmanien ja:フリンダース島

Irland (Insel)

Irland ist die westliche, kleinere Insel der beiden großen nordwesteuropäischen Inseln, welche generell, jedoch nicht unumstritten, als die Britischen Inseln bekannt sind. Sie ist ca. 450 km lang und ca. 260 km breit und liegt im Atlantik bei . Insgesamt hat sie eine Fläche von etwa 84 421 km². Man bezeichnet Irland auch als die "Grüne Insel". Der englische Name der Insel lautet Ireland, der irische Name Éire. Der lateinische Name lautet Hibernia. Auf der Insel liegen die Republik Irland und Nordirland, welches Teil des Vereinigten Königreichs bildet. Irland wurde im Mittelalter in vier (zeitweise fünf) Provinzen (engl. province, ir. cúige) eingeteilt: Ulster im Norden, Connacht (früher geläufige englische Schreibung: Connaught) im Westen, Munster im Südwesten und Leinster im Südosten und Osten. Die Provinzen waren in der Vorzeit wichtige Regionen sind aber seit langer Zeit politisch bedeutungslos, jedoch fühlen sich viele Iren "ihrer" Provinz zutiefst zugehörig. Heute sind die Provinzgrenzen im Allgemeinen entlang der Grafschaftsgrenzen gezogen:
- Ulster stimmt bis auf die Grafschaften (engl. county, ir. condae) Donegal, Cavan und Monaghan mit Nordirland (Sechs Grafschaften: Antrim, Armagh, Down, Fermanagh, Derry und Tyrone), überein.
- Connacht umfasst die Grafschaften Galway, Mayo, Sligo, Leitrim und Roscommon.
- Munster setzt sich aus Cork, Kerry, Limerick, Clare, Tipperary und Waterford zusammen.
- In Leinster liegt die Hauptstadt der Republik Irland Dublin, die gleichzeitig auch eine eigene Grafschaft bildet. Weiterhin sind in Leinster die Grafschaften Wexford, Carlow, Kilkenny, Wicklow, Kildare, Offaly, Laois, Meath, Westmeath, Longford und Louth vertreten.

siehe auch

Portal Irland

Weblinks


- http://www.irish-net.de/
- http://www.irishtourist.com
- [http://home.versanet.de/~jleine/index.htm Sehr umfangreiche Linksammlung über Irland]
- http://www.irland-inside.de/
- http://irland-fahrt.de/
- http://www.irland-photos.com/
- http://www.europaserviceba.de/ Generelle Informationen zu Arbeiten in Irland
- [http://www.irland-reise.org/ Webseite über Irland aus der Sicht eines deutschen Auswanderers] Kategorie:Insel (Irland) ja:アイルランド島 ko:아일랜드 섬 simple:Ireland th:ไอร์แลนด์

United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization

Die United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization (dt. Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur ), kurz UNESCO, ist eine der 16 rechtlich eigenständigen UNO-Sonderorganisationen und hat ihren Sitz in Paris. Zu den Aufgabengebieten der UNESCO gehört die Förderung von Bildung, Wissenschaft, Kommunikation, Information und Kultur. Sie besitzt eine eigene Verfassung, die am 16. November 1945 von 37 Staaten in London verabschiedet wurde und am 4. November 1946 in Kraft trat. Erster Generaldirektor war Julian Huxley. Aus der Erfahrung des Zweiten Weltkrieges zogen die Gründungsstaaten die folgende Lehre: :“Ein ausschließlich auf politischen und wirtschaftlichen Abmachungen von Regierungen beruhender Friede kann die einmütige, dauernde und aufrichtige Zustimmung der Völker der Welt nicht finden. Friede muss – wenn er nicht scheitern soll – in der geistigen und moralischen Solidarität der Menschheit verankert werden.” Weiter aus der Präambel der Verfassung der UNESCO: :“Da Kriege im Geist der Menschen entstehen, muss auch der Frieden im Geist der Menschen verankert werden.” Am 11. Juli 1951 wurde die Bundesrepublik Deutschland Mitglied der UNESCO, im November 1972 auch die damalige Deutsche Demokratische Republik. 1982 wurde bei der UNESCO-Weltkulturkonferenz "Mondiacult" in Mexiko ein so genannter "erweiterter Kulturbegriff" festgeschrieben. Die 126 Teilnehmer-Staaten nahmen damit eine konzeptionelle Entwicklung zur Kenntnis. Dabei ging es im Grunde darum den elitären, bildungsbürgerlichen Kulturbegriff abzulösen. Heute zählt die UNESCO 191 Mitgliedstaaten (Stand: April 2005).

Aufgaben

Im Bereich der Bildung setzt sich die UNESCO vor allem für eine Grundbildung für alle ein. Aber auch die Gesundheitserziehung zur Drogen- und Aids-Prävention und der Wiederaufbau des Bildungswesens in Katastrophen- und Krisengebieten gehören zum Wirkungsfeld. Im wissenschaftlichen Bereich fördert die Sonderorganisation vorrangig die zwischenstaatliche Zusammenarbeit bei Ozeanographie, Hydrologie, Geologie und Umweltwissenschaft, mit dem Hauptziel des Erhalts der biologischen Arten und der Trinkwasserressoucen. Aber nicht nur die Wissenschaften selbst, sondern auch ihre Gefahren und Folgen für die Zukunft sind wichtige Themen. Im Bereich „Kommunikation und Information“ setzt sich die UNESCO mit den Problemen der Informationsgesellschaft auseinander. Dazu engagiert sie sich für die Pressefreiheit und den Informationszugang, indem sie unter anderem in Entwicklungsländern Medienkompetenz vermittelt, Journalisten ausbildet und Radiostationen bzw. Nachrichtenagenturen aufbaut. Zum Aufgabenbereich der UNESCO gehört zudem das UNESCO-Schulprojekt. Eine der Aufgaben der UNESCO ist die Verwaltung des Welterbes der Menschheit, welche durch die Unterorganisation World Heritage Committee durchgeführt wird. Zwei der vielen weiteren derzeit (Juni 2005) aktuellen Prioritäten der UNESCO sind die Erarbeitung eines Übereinkommens zum Schutz und zur Förderung der kulturellen Vielfalt sowie die Steuerung und die Koordination der Weltdekade der Vereinten Nationen "Bildung für nachhaltige Entwicklung, 2005 - 2014".

Siehe auch


- Portal:Vereinte Nationen
- Liste der Mitgliedstaaten der UNESCO
- Memory of the World
- Liste des Welterbes der Menschheit (Weltkultur- und Weltnaturerbe)
- International Programme for the Development of Communication (IPDC)
- Internationales Jahr der Kleinstkredite
- Biosphärenreservate

Weblinks


- [http://www.unesco.de Deutsche Unesco-Kommission]
- [http://www.unesco.at Österreichische UNESCO-Kommission]
- [http://www.unesco.ch Schweizerische UNESCO-Kommission]
- [http://www.unesco.org Internationale Homepage der UNESCO]
- [http://whc.unesco.org Das Welterbekomitee]
- [http://www.unesco.ch/unescokurier Zeitschrift UNESCO-Kurier] Kategorie:UN-Sonderorganisation Kategorie:UNESCO ja:国際連合教育科学文化機関 ko:유네스코 simple:United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization th:องค์การศึกษา วิทยาศาสตร์ และวัฒนธรรมแห่งสหประชาชาติ zh-min-nan:Unesco

Weltnaturerbe

und gehört zum Weltkulturerbe]] Die UNESCO-Liste des Welterbes besteht aus dem Weltkulturerbe und dem Weltnaturerbe. Insgesamt umfasst sie 812 Denkmale in 137 Ländern (Stand: Juli 2005). Davon sind 628 Kulturdenkmale (K) und 160 Naturdenkmale (N), weitere 24 Denkmale gehören sowohl dem Kultur- als auch dem Naturerbe an (K/N). Die UN-Sonderorganisation World Heritage Committee unterstützt bei den in der Liste geführten Objekten den Schutz und/oder die Restaurierung durch fachliche und materielle Hilfe.

Grundlagen

Grundlage ist die 1972 in Stockholm verabschiedete UNESCO-Konvention zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt. Sie ist 1975 in Kraft getreten. Um in die Liste aufgenommen zu werden, muss mindestens eines der sechs Merkmale erfüllt sein. Das schutzwürdige Objekt muss
- von einzigartigem künstlerischen Wert sein.
- starken kulturellen Einfluss auf eine Region oder Epoche ausüben.
- von großem Seltenheitswert oder Alter sein.
- für eine bestimmte künstlerische Entwicklung beispielhaft sein.
- für eine bestimmte Architekturepoche stehen.
- bedeutungsvoll im Zusammenhang mit herausragenden Ideen oder historischen Gestalten sein. Einen Aufnahmeantrag stellen in Deutschland die Bundesländer. Den Anstoß zum Übereinkommen gab zuvor der Aufruf der UNESCO vom 8. März 1960, die durch den Bau des Assuan-Staudammes vom Nil bedrohten Denkmale in Nubien für die Nachwelt zu retten. Einmal im Jahr, normalerweise Anfang Juli, trifft sich das UNESCO World Heritage Committee, um über die Aufnahmeanträge der Staaten für neue Denkmale zu entscheiden. Bei diesen Sitzungen wird auch über den Zustand bereits aufgenommener Denkmale beraten. Alle zwei Jahre wird das Denkmal- und Naturverzeichnis (Welterbeliste) publiziert. Das erste deutsche Bauwerk, das Weltkulturerbe wurde, war im Jahre 1978 der Kaiserdom zu Aachen, Grabeskirche Karls des Großen und Krönungskirche der deutschen Könige.

Rote Liste

In die Rote Liste des Welterbes (unten rot markiert: K, N, K/N) werden besonders gefährdete Objekte aufgenommen und zwar selbst dann, wenn der zuständige Unterzeichnerstaat keinen Antrag an die UNESCO stellt. Seit 2004 befinden sich 35 Denkmale auf dieser Liste. So ist beispielsweise der Kölner Dom im Juli 2004 auf die Rote Liste des Welterbes genommen worden, nachdem die Stadt Köln entschieden hatte, ihre Hochhauspolitik, die den Blick auf den Dom einschränkt, fortzusetzen. Auch nach den Beratungen der UNESCO im Juli 2005 bleibt der Kölner Dom auf der Roten Liste. Auch für das Dresdner Elbtal besteht die Gefahr, nur ein Jahr nach der Verleihung des Status Welterbe auf die Rote Liste gesetzt zu werden. Die schönste und breiteste Stelle des Tales soll durch eine stark umstrittene, vierspurige Straßenbrücke, der sogenannten Waldschlößchenbrücke, zerschnitten werden. Im November 2005 wurden vom Dresdner Oberbürgermeister Ingolf Roßberg (FDP) konkretere Informationen über das geplante Bauwerk angemahnt.

Definition

Der Begriff des kulturellen Erbes (héritage) geht auf Henri-Baptiste Grégoire, Bischof von Blois, aus dem 18. Jahrhundert zurück und wurde in der – von den USA nicht unterzeichneten – Haager Konvention vom 14. Mai 1954 kodifiziert: : "Damage to cultural property, belonging to any people whatsoever, means damage to the cultural heritage of all mankind, since each person makes its contribution to the culture of the world" Zum Welterbe der Menschheit gehört auch das Weltdokumentenerbe (MOV).

Die Liste der UNESCO

Afghanistan


- 2002 - K - Minarett und archäologische Funde von Jam
- 2003 - K - Kulturlandschaft und archäologische Stätten des Bamiyan-Tals (Buddha-Statuen von Bamiyan 2001 von den Taliban zerstört)

Ägypten


- 1979 - K - Memphis und seine Totenstadt mit den Pyramiden von Gizeh, Abusir, Sakkara und Dahschur
- 1979 - K - Theben
- 1979 - K - Tempel von Abu Simbel
- 1979 - K - Frühchristliche Ruinen von Abu Mena (Kloster des Hl. Menas)
- 1979 - K - Islamischer Stadtkern von Kairo
- 2002 - K - Katharinenkloster
- 2005 - N - Wadi Al-Hitan Tal der Wale

Albanien


- 1992 - K - Ruinen von Butrint
- 2005 - K - Museumsstadt von Gjirokastra

Algerien


- 1980 - K - Bergfestung Beni Hammad
- 1982 - K/N - Felsmalereien des Tassili n'Ajjer
- 1982 - K - Tal von M'zab
- 1982 - K - Römische Ruinen von Djémila
- 1982 - K - Ruinenstadt Tipasa
- 1982 - K - Römische Ruinen von Timgad
- 1992 - K - Kasbah (Altstadt) von Algier

Andorra


- 2004 - K - Vall del Madriu Perafita-Clavor

Argentinien

Argentinien
- 1981 - N - Nationalpark Los Glaciares
- 1984 - N - Nationalpark Iguazú
- 1984 - K - Die Jesuitenreduktionen der Guaraní: Santa Ignacio Mini, Santa Ana, Nuestra Señora de Loreto und Santa Maria Mayor
- 1999 - N - Halbinsel Valdés
- 1999 - K - Höhlenmalereien der Cueva de las Manos
- 2000 - N - Nationalparks Ischigualasto und Talampaya
- 2000 - K - Baudenkmale der Jesuiten in und um Córdoba (Manzana de los Jesuitas und Estancias)
- 2003 - K - Quebrada de Humahuaca

Armenien


- 1996 - K - Klöster Haghpat und Sanahin
- 2000 - K - Kathedrale und Kirchen von Etschmiadsin und die archäologische Stätte von Zvartnots
- 2000 - K - Kloster von Geghard im Oberen Azat-Tal

Aserbaidschan


- 2000 - K - Ummauerter Teil von Baku

Äthiopien


- 1978 - K - Felsenkirchen von Lalibela
- 1978 - N - Nationalpark Simien
- 1979 - K - Fasil Ghebbi in der Region Gondar
- 1980 - K - Ruinen von Aksum
- 1980 - K - Tal am Unterlauf des Flusses Awash
- 1980 - K - Tal am Unterlauf des Flusses Omo
- 1980 - K - Reliefierte Stelen von Tiya

Australien


- 1981 - N - Great Barrier Reef
- 1981 - K/N - Kakadu-Nationalpark
- 1981 - K/N - Willandra-Seenregion
- 1982 - K/N - Nationalparks von West-Tasmanien
- 1982 - N - Lord-Howe-Inselgruppe
- 1987 - K/N - Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark (Uluru (Ayers Rock))
- 1987 - N - Australischer Regenwald
- 1988 - N - Feuchte Tropen von Queensland wie den Lamington Nationalpark
- 1991 - N - Shark Bay in West-Australien
- 1992 - N - Fraser Island
- 1994 - N - Australische Fossilien-Stätten in Riversleigh und Naracoorte
- 1997 - N - Heard und McDonaldinseln
- 1997 - N - Macquarie Island
- 2000 - N - Blue Mountains
- 2003 - N - Purnululu National Park
- 2004 - K - Königliches Ausstellungsgebäude und Carlton-Gärten in Melbourne

Bahrain


- 2005 - K - Archäologische Ausgrabungsstätte von Qal'at al-Bahrain

Bangladesch


- 1985 - K - Historische Moscheenstadt Bagerhat
- 1985 - K - Ruinen des buddhistischen Klosters von Paharpur
- 1997 - N - Sundarbans, Mangrovenwälder

Belarus (Weißrussland)


- 1992 - N - Nationalpark Bjalowescher Heide
- 2000 - K - Schloss Mir
- 2005 - K - Residenz der Familie Radziwill in Njaswisch
- 2005 - K - Der so genannte Struve-Bogen, ein Netz trigonometrischer Punkte (auch in Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Moldawien, Norwegen, Russland, Schweden und der Ukraine); siehe Friedrich Georg Wilhelm Struve

Belgien


- 1998 - K - Flämische Beginenhöfe
- 1998 - K - Die vier Schiffshebewerke des Canal du Centre
- 1998 - K - Der Grote Markt (Große Platz) in Brüssel
- 1999 - K - Mittelalterliche Glockentürme in Flandern und Wallonien
- 2000 - K - Jungsteinzeitliche Feuersteinminen bei Spiennes (Mons)
- 2000 - K - Altstadt von Brügge
- 2000 - K - Liebfrauenkathedrale in Tournai
- 2000 - K - Jugendstilbauten von Victor Horta in Brüssel
- 2005 - K - Das Plantin-Moretus-Museum für Buchdruck in Antwerpen

Belize


- 1996 - N - Barrier Riff

Benin


- 1985 - K - Königspaläste von Abomay

Bolivien


- 1987 - K - Potosí, Stadt und Silberminen
- 1990 - K - Jesuitenmissionen der Chiquitos
- 1990 - K - Altstadt von Sucre
- 1998 - K - Vorkolumbianische Festung Samaipata
- 2000 - N - Noel-Kempff-Mercado-Nationalpark
- 2000 - K - Vorkolumbianische Ruinen von Tiahuanaco

Bosnien und Herzegowina


- 2005 - K - Die Alte Brücke (Stari Most) und die Altstadt von Mostar

Botswana


- 2001 - K - Hügel von Tsodilo mit den Felsmalereien

Brasilien


- 1980 - K - Altstadt von Ouro Preto
- 1982 - K - Altstadt von Olinda
- 1984 - N - Nationalpark Iguaçu
- 1984 - K - Die Jesuitenreduktionen der Guaraní: Ruinen von São Miguel das Missões
- 1985 - K - Historisches Zentrum von Salvador da Bahia
- 1985 - K - Wallfahrtskirche "Guter Jesus" von Congonhas
- 1987 - K - Hauptstadt Brasília
- 1991 - N - Nationalpark Serra da Capivara mit Felszeichnungen
- 1997 - K - Historischer Stadtkern von São Luís do Maranhão
- 1999 - K - Historisches Zentrum von Diamantina
- 1999 - N - Regenwaldgebiet der Costa do Descobrimento (Küste der Entdeckung)
- 1999 - N - Südöstliche Atlantische Wälder
- 2000 - N - Schutzgebiet Zentral-Amazonas mit Nationalpark Jaú
- 2000 - N - Der geschützte Bereich des Feuchtgebietes Pantanal
- 2001 - K - Historisches Zentrum von Goiás Velho
- 2001 - N - Nationalparks Chapada dos Veadeiros und Emas
- 2001 - N - Inselreservat Fernando de Noronha / Rocas Atoll

Bulgarien


- 1979 - K - Kirche von Bojana (Sofia)
- 1979 - K - Felsrelief des Reiters von Madara
- 1979 - K - Felskirchen von Ivanovo
- 1979 - K - Thrakergrab von Kazanlak
- 1983 - K - Altstadt von Nessebar
- 1983 - N - Biosphärenreservat Srebarna
- 1983 - N - Pirin-Nationalpark
- 1983 - K - Rila Kloster
- 1985 - K - Thrakergrab von Sweschtari

Chile


- 1978 - N - Nationalpark Torres del Paine (Patagonien)
- 1995 - N - Nationalpark Rapa Nui (Osterinsel)
- 2000 - K - Holzkirchen von Chiloé
- 2003 - K - Historisches Viertel der Hafenstadt Valparaíso
- 2005 - K - Die Humberstone- und Santa-Laura-Salpeterwerke in der Atacama-Wüste im Norden Chiles

China


- 1987 - K - Chinesische Mauer
- 1987 - K/N - Bergregion Taishan
- 1987 - K - Kaiserpalast (Verbotene Stadt) und Grabstätten der Ming- (Ming-Gräber) und Qingdynastie in Beijing
- 1987 - K - Mogao-Grotten
- 1987 - K - Grabmal des ersten Kaisers von China Qin Shi Huangdi mit seiner Terrakottaarmee
- 1987 - K - Fundstätte des Peking-Menschen in Zhoukoudian
- 1990 - K/N - Gebirgslandschaft Huangshan
- 1992 - N - Landschaftspark Jiuzhaigou-Tal
- 1992 - N - Kalksinterterassenlandschaft Huanglong
- 1992 - N - Landschaftspark Wulingyuan
- 1994 - K - Sommerresidenz und Tempel bei Chengde
- 1994 - K - Konfuziustempel, Friedhof und Residenz der Familie Kong in Qufu
- 1994 - K - Taoistische Heiligtümer in den Bergen von Wudang
- 1994 - K - Potala-Palast, Jokhang-Tempel und Norbulingka-Palast in Lhasa
- 1996 - N - Nationalpark Lushan
- 1996 - K/N - Berglandschaft Shan Emai und "Großer Bruder von Leshan"
- 1997 - K - Altstadt von Lijiang
- 1997 - K - Altstadt von Pingyao
- 1997 - K - Klassische Gärten von Suzhou
- 1998 - K - Kaiserlicher Garten (Sommerpalast, Yiheyuan) bei Peking
- 1998 - K - Himmelstempel mit kaiserlichem Opferaltar in Peking
- 1999 - K - Felsbilder von Dazu
- 1999 - K/N - Wuyi-Gebirge
- 2000 - K - Dörfer Xidi und Hongcun
- 2000 - K - Kaiserliche Grabstätten der Ming- und Qingdynastie
- 2000 - K - Longmen-Grotten
- 2000 - K - Berg Qincheng und Bewässerungssystem von Dujiangyan
- 2001 - K - Yungang-Grotten ("Wolkengrat-Grotten")
- 2003 - N - Schutzzonen im Nationalpark der "drei parallel verlaufenden Flüsse" in Yunnan
- 2004 - K - Ruinen und Gräber des antiken Königreiches Koguryo
- 2005 - K - Das historische Zentrum von Macao

Costa Rica


- 1983 - N - Naturschutzgebiet Talamanca und Nationalpark La Amistad
- 1997 - N - Nationalpark Kokosinseln
- 1999 - N - Schutzgebiet Guanacaste

Côte d'Ivoire


- 1981 - N - Naturschutzgebiet Nimba-Berge
- 1982 - N - Nationalpark Tai
- 1983 - N - Nationalpark Comoé

Dänemark


- 1994 - K - Grabhügel, Runen und Kirche von Jelling
- 1995 - K - Kathedrale von Roskilde
- 2000 - K - Schloss Kronborg bei Helsingør
- 2004 - N - Ilulissat-Eisfjord auf Grönland

Deutschland

Deutschland
- 1978 - K - Aachener Dom
- 1981 - K - Dom zu Speyer
- 1981 - K - Würzburger Residenz mit Hofgarten und Residenzplatz
- 1983 - K - Wallfahrtskirche auf der Wies
- 1984 - K - Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl
- 1985 - K - Dom St. Mariae und Michaeliskirche in Hildesheim
- 1986 - K - Porta Nigra, Amphitheater von Trier, Kaiserthermen, Konstantin-Basilika, Barbarathermen, Römerbrücke, Igeler Säule, Trierer Dom und Liebfrauenkirche in Trier
- 1987 - K - Hansestadt Lübeck mit Holstentor
- 1990 - K - Schlösser und Gärten von Potsdam (Schloss Sanssouci) und Berlin
- 1991 - K - Abtei und Altenmünster des Kloster Lorsch
- 1992 - K - Bergwerk Rammelsberg und die Altstadt von Goslar
- 1993 - K - Bamberg, größter unversehrt erhaltener Stadtkern in Deutschland
- 1993 - K - Kloster Maulbronn (Zisterzienserabtei)
- 1994 - K - Stiftskirche, Burg und Altstadt von Quedlinburg
- 1994 - K - Eisenhütte in Völklingen
- 1995 - N - Grube Messel (Fossilfundstätte)
- 1996 - K - Kölner Dom
- 1996 - K - Die Bauhaus-Stätten in