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Baruch Spinoza
Baruch de Spinoza (latinisiert Benedictus de Spinoza; - 24. November 1632 in Amsterdam; † 21. Februar 1677 in Den Haag) war ein berühmter niederländischer Philosoph mit sephardischen Vorfahren. Er war ein großer Rationalist innerhalb der frühmodernen Philosophie und wird auch als Begründer der modernen Bibelkritik bezeichnet. Außerdem war er einer der ersten neuzeitlichen Vertreter des Pantheismus und des nicht-normativen Denkens. Im Gegensatz zu Descartes vertrat er keine dualistische, sondern eine monistische Weltanschauung, indem er in allem ein einziges Ganzes sieht, das er Substanz nennt (s. Neutraler Monismus).
Leben
Spinoza hatte nach einer Schulausbildung als Kaufmann in der Firma seines Vaters gearbeitet. Er wurde im Alter von 24 Jahren unter anderem wegen seiner als häretisch aufgefassten, von den Gedanken Uriel Acostas inspirierten Anschauungen aus der jüdischen Gemeinde ausgestoßen. Er vertrat die Ansicht, dass Christentum und Judentum vorübergehende Phänomene seien. Er verließ seine Vaterstadt Amsterdam und ließ sich nach wechselnden Aufenthalten in Den Haag nieder. Seinen Lebensunterhalt bewältigte er u. a. durch das Schleifen optischer Gläser, Unterstützung von Freunden und vermutlich auch durch Unterricht. Nachdem seine Schriften bekannt wurden bot man ihm eine Professur an der Universität in Heidelberg an, die er aber aufgrund der Forderung, die etablierte Religion nicht in Frage zu stellen, ablehnte. Das Glasschleifen schadete seiner Gesundheit (Einatmen des feinen Glasstaubes) und trug sicher zu seinem frühen Tod bei. Eine ihm 1673 vom Kurfürsten Karl I. Ludwig von der Pfalz angebotene Professur in Heidelberg schlug er erneut aus. Er starb unverheiratet am 21. Februar 1677 in Scheveningen an der Lungenschwindsucht.
Werk
- Tractatus de intellectus emendatione (Abhandlung über die Verbesserung des Verstandes, 1661 entstanden, unvollendet, postum erschienen - ISBN 3787316434)
- Renati Descartes principiorum philosophiae mori geometrico domonstrata Descartes' Prinzipien der Philosophie auf geometrische Weise begründet, 1663 entstanden; dies ist das einzige Werk, das zu Spinozas Lebzeiten unter seinem Namen erschienen ist. - ISBN 3787307362)
- Tractatus theologico-politicus (Theologisch-politischer Traktat, gedruckt 1670 in Amsterdam und anonym veröffentlicht - ISBN 3787311912)
- Ethica, ordine geometrico demonstrata (Ethik, nach geometrischer Methode dargestellt, 1677 postum erschienen - ISBN 3888511933)
- Tractatus politicus (Abhandlung vom Staate, 1675 begonnen, 1677 postum erschienen)
Der Tractatus theologico-politicus wurde 1674 zusammen mit Thomas Hobbes Leviathan von der holländischen Regierung verboten.
Ein signifikantes Beispiel für Spinozas Argumentationsstruktur bildet sein Ausspruch "Ignorantia non est argumentum".
Ausgaben
- Opera (Hrsg. Carl Gebhardt) Im Auftrag der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, 4 Bände, Heidelberg, 1924; unveränd. Nachdr. Heidelberg 1973 (die maßgebende kritische Ausgabe)
Literatur
- Gilles Deleuze: Spinoza - Praktische Philosophie. Merve Verlag, Berlin 1988, ISBN 3-88396-059-4
- Konrad Hecker: Gesellschaftliche Wirklichkeit und Vernunft in der Philosophie Spinozas. Kommissionverlag Buchhandlung Pustet, Regensburg 1975
- Pierre François Moreau: Spinoza - Versuch über die Anstößigkeit seines Denkens. Fischer, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-596-12245-7
- Stephen Nadler: Spinoza - a life. University Press, Cambridge 2001, ISBN 0-521-00293-1
- Antonio Negri: Die wilde Anomalie. Spinozas Entwurf einer freien Gesellschaft. Wagenbach, Berlin 1982, ISBN 3-8031-3507-9.
- Helmut Seidel: Spinoza zur Einführung. Junius Verlag, Hamburg 1994, ISBN 3-88506-905-9
- Theun de Vries: Baruch de Spinoza mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek 2004, ISBN 3-499-50171-6
- Yirmiyahu Yovel: Spinoza - Das Abenteuer der Immanenz. Steidl, Goettingen 1994, ISBN 3-88243-296-9 -- Vorgeschichte und Nachwirkung
Siehe auch
- Affektenlehre
- Spinozismus
Weblinks
-
- [http://www.spinoza-gesellschaft.de/ Spinoza-Gesellschaft e.V.]
- [http://bdsweb.tripod.com/de/ Spinoza und Spinozismus] - BDSweb: Spinoza und Spinozismus
- [http://www.philo.de/Philosophie-Seiten/personen/spinoza.shtml Baruch de Spinoza] - Philosophie-Seiten
- http://spinozalesen.twoday.net/ - Ein Weblog: Spinozalesen
- [http://www.taz.de/pt/2004/09/18/a0213.nf/text taz-Bericht der Tagung der deutschen Spinoza-Gesellschaft 2004]
- Wikisource:Auteur:Baruch Spinoza
Spinoza, Baruch
Spinoza, Baruch
Spinoza, Baruch
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Spinoza
Spinoza
Spinoza
ja:バールーフ・デ・スピノザ
ko:스피노자
th:บารุค สปิโนซา
24. NovemberDer 24. November ist der 328. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 329. in Schaltjahren) - somit bleiben 37 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
Schaltjahren
- 1642 - Abel Tasman entdeckt als erster Europäer die Insel Van Diemen's Land (später in Tasmanien umbenannt).
- 1933 - Das erste deutsche Tierschutzgesetz wird verabschiedet
- 1944 - Die USA beginnen mit einer Reihe schwerer Luftangriffe auf Tokio, Japan.
- 1954 - Theodor Blank, Konrad Adenauers Beauftragter zur Wiederbewaffnung, wird in Augsburg von Protestierern niedergebrüllt.
- 1955 - Walter Ulbricht wird erster Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates der DDR.
- 1965 - In der Demokratischen Republik Kongo stürzt Mobutu in einem unblutigen Militärputsch Präsident Kasavubu.
- 1969 - Gustav Heinemann besucht als erster deutscher Bundespräsident die Niederlande.
- 1972 - Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Australien
- 1991 - Freddie Mercury stirbt an AIDS.
- 1995 - Estland stellt den Antrag auf einen Beitritt zur EU.
- 1998 - Emile Lahoud wird Staatspräsident des Libanon
- 1998 - Sailele Tuila'epa Malielegaoi wird Premierminister in Samoa
- 1999 - Mamadou Tandja wird Staatspräsident der Rebublik Niger
- 2000 - Der erste BSE-Fall bei einem in Deutschland geborenen Rind wird gemeldet.
- 2001 - Aserbaidschan. Prof. Dr. Murtuz Aleskerov wird zum Parlamentspräsident gewählt.
- 2002 - Ein Fledermausbiss verursacht den ersten Tollwutfall bei einem Menschen in Großbritannien seit 100 Jahren.
Wirtschaft
- 1961 - Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit wird gegründet.
- 1875 - Mit Hilfe des Barons Lionel Nathan Rothschild kann die britische Regierung die Sueskanal-Aktien des bankrotten ägyptischen Khediven Ismail Pascha kaufen.
Wissenschaft, Technik
- 1859 - Charles Darwin veröffentlicht mit dem Werk Von der Entstehung der Arten seine Evolutionstheorie.
- 1874 - Der US-Amerikaner Joseph Firwall Glidden meldet den von ihm erfundenen Stacheldraht zum Patent an.
- 1903 - Die erste deutsche Antarktis-Expedition trifft nach siebenmonatiger Reise auf dem Forschungsschiff Gauß in Kiel ein.
Kiel
- 1904 – Der Kalifornier Benjamin Holt erfindet die Raupe für Kettenfahrzeuge.
- 1936 - Der Franzose Maurice Claisse erreicht mit einem Bréguet Koaxialhubschrauber Gyroplane die Weltrekordflughöhe von 158 m.
Kultur
- 1759 - Uraufführung der Oper Der neue krumme Teufel von Joseph Haydn in Wien.
- 1812 - Uraufführung der Oper L'occasinone fa il ladro von Gioacchino Rossini am Teatro San Moisè in Venedig.
- 1911 - Uraufführung der Operette Eva von Franz Lehár am Theater an der Wien in Wien.
- 1918 - Uraufführung der Oper Frutta di mare von Hans Huber in Basel.
- 1937 - Uraufführung der Oper Tobias Wunderlich von Joseph Haas in Kassel.
- 1938 - Uraufführung der Oper Peer Gynt von Werner Egk an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin.
- 1951 - Das Musical Gigi nach einem Roman von Colette wird mit Audrey Hepburn in der Hauptrolle am Broadway uraufgeführt.
- 1979 - Uraufführung des Lustspiels Leonce und Lena von Paul Dessau in Ost-Berlin
Religion
- 496 - Anastasius II. wird nur 3 Tage nach dem Tod von Papst Gelasius I. als dessen Nachfolger inthronisiert.
Katastrophen
- 1966 - Eine bulgarische Iljuschin Il-18 der TABSO Bulgarian stürzt kurz nach dem Start in Bratislava während eines Schneesturms in dem umliegenden Bergen ab. Alle 82 Personen an Bord sterben.
- 1976 - Ein Erdbeben der Stärke 7,3 in Russland und im Iran fordert ca. 5.000 Todesopfer.
- 1992 - Guilin, Volksrepublik China: Beim Absturz einer aus Kanton (Guangzhou) kommenden Boeing 737 der China Southern Airlines beim Landeanflug 20 km vor dem Ziel kommen alle 141 Menschen an Bord ums Leben.
- 2001 - Zürich, Schweiz. Eine Passagiermaschine der Crossair von Berlin kommend, stürzt etwa 5 km vor der Landung auf dem Flughafen Zürich-Kloten über Bassersdorf ab. 24 der 33 Menschen an Bord sterben. Siehe auch: Crossair Flug 3597
Sport
- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1960 - Basketball: Mit 55 Rebounds in einem Spiel stellt Wilt Chamberlain einen seitdem gültigen NBA-Rekord auf.
Geboren
- 1632 - Baruch Spinoza, niederländischer Philosoph
- 1642 - Anne-Hilarion de Cotentin, comte de Tourville, französischer Admiral und Seeheld
- 1700 - Johann Bernhard Bach, deutscher Komponist
- 1713 - Laurence Sterne, englischer Schriftsteller
- 1715 - Johann Gottlob Leidenfrost, deutscher Mediziner und Theologe
- 1740 - John Bacon d. Ä., britischer Bildhauer
- 1766 - Friedrich Weinbrenner, deutscher Architekt
- 1784 - Zachary Taylor, US-amerikanischer General und 12. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vom 5. März 1849 bis 9. Juli 1850
- 1801 - Ludwig Bechstein, deutscher Schriftsteller, Bibliothekar und Archivar
- 1808 - Alphonse Karr, französischer Journalist, Schriftsteller und Satiriker
- 1811 - Ulrich Ochsenbein, schweizerischer Politiker
- 1826 - Carlo Collodi, italienischer Erzähler
- 1848 - Lilli Lehmann, deutsche Sängerin
- 1849 - Frances Eliza Burnett, britisch-US-amerikanische Autorin
- 1858 - Marie Bashkirtseff, russische Malerin, Schriftstellerin und Philosophin
- 1861 - August Bier, deutscher Chirurg
- 1862 - Bernhard Stavenhagen, deutscher Komponist
- 1864 - Henri de Toulouse-Lautrec, französischer Maler
- 1865 - Adolf Damaschke, Pädagoge und Führer der Bodenreformbewegung
- 1868 - Scott Joplin, US-amerikanischer Pianist
- 1873 - Julius Martow, russischer Politiker
- 1877 - Alben W. Barkley, US-amerikanischer Senator und US-Vizepräsident
- 1880 - Abd al-Aziz ibn Saud, Gründer des modernen Königreichs Saudi-Arabien und König von Saudi-Arabien von 1932 bis 1953
- 1886 - Margaret Anderson, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1886 - Georges Vantongerloo, belgischer Maler, Bildhauer und Architekt
- 1887 - Erich von Manstein, deutscher General
- 1900 - Kurt Richter, deutscher Schachspieler
- 1908 - Aleksander Ford, polnischer Filmregisseur
- 1909 - Gerhard Gentzen, deutscher Mathematiker
- 1911 - Erik Bergman, finnischer Komponist
- 1912 - Francis Durbridge, britischer Schriftsteller, Theater-, Hörspiel- und Drehbuchautor
- 1913 - Geraldine Fitzgerald, irisch-amerikanische Film- und Theaterschauspielerin († 2005)
- 1914 - Hilde Bussmann, deutsche Tischtennisspielerin
- 1914 - Agostino Casaroli, italienischer Kardinal
- 1916 - Forrest J. Ackerman, US-amerikanischer Schreiber und Verleger
- 1925 - Simon van der Meer, niederländischer Physiker
- 1926 - Tsung-Dao Lee, chinesischer Physiker
- 1928 - Michael Holliday, britischer Sänger
- 1928 - Gerhard Bengsch, deutscher Schriftsteller und Drehbuchautor
- 1934 - Alfred Schnittke, russisch-deutscher Komponist
- 1938 - Oscar Robertson, US-amerikanischer Basketballspieler
- 1940 - Hermann Otto Solms, deutscher Politiker
- 1941 - Donald Dunn, US-amerikanischer Musiker
- 1941 - Gary Boyle, indischer Musiker
- 1941 - Pete Best, erster Schlagzeuger der Beatles
- 1943 - Robin Williamson, britischer Musiker und Sänger
- 1945 - Lee Michaels, US-amerikanischer Musiker
- 1946 - Ted Bundy, amerikanischer Serienmörder
- 1947 - Dave Sinclair, britischer Musiker
- 1948 - Christoph Bergner, deutscher Politiker
- 1952 - Ilja Richter, deutscher Fernsehmoderator und Schauspieler
- 1952 - Rachel Chagall, US-amerikanische Schauspielerin
- 1953 - Gary Cooper, US-amerikanischer Musiker und Songschreiber
- 1955 - Einar Kárason, isländischer Autor
- 1955 - Emir Kusturica, jugoslawischer Filmregisseur
- 1958 - Carmel, britische Sängerin und Songschreiberin
- 1961 - Arundhati Roy, indische Schriftstellerin und Globalisierungskritikerin
- 1965 - Patrik Fichte, deutscher Schauspieler
- 1979 - Eva Konrad, österreichische Politikerin
Gestorben
Eva Konrad
- 654 - Kōtoku, Kaiser von Japan
- 1192 - Albert von Lüttich, Bischof und Märtyrer
- 1531 - Johannes Oekolampad, schweizerischer Humanist und Reformator
- 1535 - Ulrich Zasius, deutscher Jurist und Humanist, Stadtschreiber von Freiburg i.Br
- 1571 - Jan Blahoslav, tschechischer Schriftsteller und Humanist
- 1572 - John Knox, schottischer Reformator
- 1615 - Sethus Calvisius, deutscher Komponist, Thomaskantor in Leipzig
- 1679 - Paul von Aussem, Weihbischof in Köln
- 1722 - Johann Adam Reincken, deutscher Komponist und Organist
- 1842 - Pehr Frigel, schwedischer Komponist
- 1875 - Joseph Othmar Ritter von Rauscher, Erzbischof von Wien
- 1880 - Napoléon-Henri Reber, französischer Komponist
- 1902 - Toni Petzer, österreichischer Sänger (Bass)
- 1906 - Simon Gregorcic, islowenischer Geistlicher und Dichter
- 1911 - Wilhelm Jensen, deutscher Schriftsteller und Lyriker
- 1916 - Hiram Maxim, britisch-US-amerikanischer Erfinder
- 1927 - Ion Constantin Bratianu, rumänischer Ingenieur und Politiker
- 1929 - Georges Clemenceau, französischer Politiker, Ministerpräsident
- 1946 - Alfonso Broqua, uruguayischer Komponist
- 1955 - Lionel George Curtis, britischer Historiker und Politiker
- 1966 - Kanken Toyama, japanischer Karatemeister und Adeliger
- 1969 - Leopold Biberti, deutscher Schauspieler und Sänger
- 1972 - Mani Matter, schweizerischer Liedermacher
- 1975 - Friedrich Beermann, deutscher Politiker
- 1980 - George Raft, US-amerikanischer Filmschauspieler
- 1980 - Falk Werner, deutscher Sprecher
- 1985 - Joe Turner, US-amerikanischer Musiker
- 1985 - László József Bíró, Erfinder des Kugelschreibers
- 1988 - Joachim Fernau, deutscher Schriftsteller
- 1990 - Arnold Marquis, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 1990 - Helga Feddersen, deutsche Schauspielern und Komödiantin
- 1991 - Freddie Mercury, Leadsänger von Queen
- 1991 - Eric Carr, Schlagzeuger von Kiss
- 1993 - Albert Collins, US-amerikanischer Blues-Musiker
- 2001 - Melanie Thornton, amerikanische-deutsche Sängerin aus Charleston/South Carolina
- 2002 - John Rawls, US-amerikanischer Philosoph
- 2003 - Copito de Nieve (Schneeflöckchen), Albino-Gorilla und Maskottchen des Zoos von Barcelona
- 2004 - Arthur Hailey, britisch-kanadischer Schriftsteller
- 2004 - Vladimir Rivero Hernandez, portugiesischer Handballspieler
Feiertage und Gedenktage
- Albert (Albert von Lüttich)
- Balsam
- Chrysogonus
- Flora
- Hitto
- Johannes (Johannes Leisentrit, Johannes vom Kreuz)
Siehe auch
- 23. November - 25. November
- 24. Oktober - 24. Dezember
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
1124
ja:11月24日
ko:11월 24일
simple:November 24
th:24 พฤศจิกายน
1632
Politik und Weltgeschehen
- 16. März Belagerung der Stadt Donauwörth durch schwedische Truppen
- 15. April: Schlacht bei Rain am Lech
- 16. November: Dreißigjähriger Krieg: In der Schlacht bei Lützen treffen schwedische und kaiserliche Truppen aufeinander. König Gustav II. Adolf fällt im Kampf
- Galileo Galilei veröffentlicht sein Werk „Dialog über die beiden Weltsysteme“
- Tartu, Estland. Der schwedische König Gustav II. Adolf gründet eine Universität
- 8. Januar: Samuel von Pufendorf, deutscher Naturrechtsphilosoph und Historiker († 1694)
- 29. Januar: Johann Georg Graevius, deutscher klassischer Philologe und Textkritiker († 1703)
- 18. Februar: Giovanni Battista Vitali, italienischer Violinist, Sänger und Komponist († 1692)
- 21. Februar: Aegidius Strauch, Theologe († 1692)
- 8. Mai: Heino Heinrich Graf von Flemming, Heerführer, Generalfeldmarschall und Gouverneur von Berlin († 1706)
- 2. August: Kaspar Stieler, deutscher Gelehrter und Sprachwissenschaftler († 1707)
- 29. August: John Locke, ein Hauptvertreter des Empirismus, Vater der modernen Erkenntniskritik und Begründer des materialistischen Sensualismus († 1704)
- 20. Oktober: Christopher Wren, britischer Mathematiker und Astronom († 1723)
- 24. Oktober: Antoni van Leeuwenhoek, niederländischer Naturforscher und Mikroskopbauer († 1723)
- 31. Oktober: Johannes Vermeer, niederländischer Maler († 1675)
- 23. November: Jean Mabillon, Begründer der Historischen Hilfswissenschaften († 1707)
- 24. November: Baruch de Spinoza, niederländischer Philosoph († 1677)
- 28. November: Jean-Baptiste Lully, italienischer Komponist französischer Abstammung († 1687)
- 23. Februar: Giovanni Battista Basile, Gilt gemeinhin als Europas erster großer Märchenerzähler ( - 1575)
- 15. März: Moritz, regierte Hessen-Kassel von 1592 bis 1627 ( - 1572)
- 20. April: Johann Tserclaes Graf von Tilly, Feldherr ( - 1559)
- 30. April: Sigismund III. Vasa, König von Polen ( - 1566)
- 10. Mai: Louis de Marillac, französischer Heerführer und Staatsmann, Marschall von Frankreich ( - 1573)
- 28. Juni: George Calvert Baltimore, englischer Staatsmann ( - 1578)
- 3. August: Josua Stegmann, deutscher Theologe und Kirchenliederdichter ( - 1588)
- 3. September: Carlo Bonone, italienischer Maler ( - 1569)
- 6. Oktober: Wilhelm Heinrich von Bentheim-Steinfurt, Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft, Graf, Domherr von Straßburg ( - 1584)
- 30. Oktober: Henri II. de Montmorency, französischer Heerführer, Großadmiral, Marschall, Vizekönig und Gouverneur ( - 1595)
- 16. November: Gustav II. Adolf, schwedischer König von 1611 bis 1632 fällt in der Schlacht bei Lützen) ( - 1594)
- 19. oder 29. November: Friedrich V., Winterkönig von Böhmen, Kurfürst von der Pfalz ( - 1596)
- 17. November: Gottfried Heinrich Graf zu Pappenheim, Befehlshaber eines bekannten Kürassier-Regiments in habsburgischen Diensten ( - 1594)
- 27. November: John Eliot (Politiker), englischer Politiker im Vorfeld des englischen Bürgerkriegs ( - 1592)
ko:1632년
Amsterdam
Amsterdam ist die Hauptstadt der Niederlande und hat 738.434 Einwohner, als Agglomeration Groot-Amsterdam ca. 1,2 Mio. (2004). Im Großraum Amsterdam (nördlicher Teil des Verdichtungsraumes Randstad) leben ca. 2,2 Mio. Menschen (2004). Sitz der Regierung ist jedoch das 50 km entfernte Den Haag.
Amsterdam liegt in der Provinz Noord-Holland, an der Mündung der Amstel und des IJ in das IJsselmeer. Amsterdam ist durch den Noordzeekanaal mit der Nordsee verbunden, mit einem Damm gegen Überschwemmungen geschützt und von zahlreichen Grachten durchzogen. Amsterdam wurde auf etwa 5 Millionen Tannenstämmen erbaut.
Stadtteile
Tannenstämmen
- Innenstadt (Zentrum, mit Jordaan und Oostelijke eilanden)
- Amsterdam - West
- Westpoort (Westliches Hafengebiet, Betriebsgelände Sloterdijk, Teleport, Ruigoord)
- Westerpark (Spaarndammerbuurt, Staatsliedenbuurt, Frederik Hendrikbuurt)
- Oud-West
- de Baarsjes
- Bos en Lommer (mit dem Dorf Sloterdijk)
- Geuzenveld-Slotermeer
- Osdorp (Osdorp, MAP, dorp Sloten)
- Slotervaart-Overtoomse Veld (mit Nieuw-Sloten)
- Amsterdam - Zuid
- Oud-Zuid (Zuid, de Pijp, Hoofddorppleinbuurt)
- ZuiderAmstel (Rivierenbuurt, Buitenveldert, Prinses Irenebuurt)
- Amsterdam - Oost
- Oost-Watergraafsmeer
- Zeeburg (Indische buurt, Östliches Hafengebiet, IJburg)
- Amsterdam Noord (mit den Dörfern Durgerdam, Zunderdorp, Ransdorp, Holysloot)
- Zuid-Oost (Bijlmer, Gaasperdam, Bullewijk, Driemond)
Geschichte
IJburg
IJburg
Im 12. Jahrhundert war die heutige Provinz Holland zum größten Teil kaum leicht bewohnbar. Es war ein sehr feuchtes Gebiet, hauptsächlich bestehend aus Moor und Sumpfland. Diese Landschaft wurde von mehreren Flüssen durchschnitten. Einer dieser Flüsse war die Amstel, die in die IJ mündete. Gegen Ende des zwölften Jahrhunderts entstand rund um einen Damm im Fluss eine kleine Siedlung.
Diesem Damm in der Amstel verdankt die Stadt Amsterdam ihren Namen. Heute ist der Damm noch immer existent. Inzwischen wurde er zu einem Platz umfunktioniert. Anfang des 13. Jahrhunderts wurden Amsterdam vom damaligen Landesherr Stadtrechte verliehen. Im Jahre 1369 wurde Amsterdam Mitglied der Hanse. Der Fischfang, anfangs die bedeutendste Erwerbsquelle, wich allmählich dem Handel.
Die Einverleibung Portugals durch Spanien im Jahr 1580 zwang die nördlichen Niederlande dazu, selbst nach Indien zu fahren. Die ersten Fahrten wurden von Amsterdam aus unternommen und wurden gleich zu einem gigantischen Erfolg. Angeregt durch dieses Ergebnis, wurden bald überall im Land Pläne geschmiedet, Schiffe nach Indien zu schicken.
Aus all diesen Einzelinitiativen entstand 1602 die Verenigde Oost-Indische Compagnie (Vereinigte Ostindische Kompanie), die VOC. Die Stadt alleine zeichnete für mehr als die Hälfte des gesamten Kapitals, das in das neue Unternehmen investiert wurde. Gegen Ende des sechzehnten Jahrhunderts war Amsterdam die wohlhabendste Stadt Europas. In Ihren Häfen und Lagerhäusern stapelten sich Gewürze, Seide und andere Kostbarkeiten aus Indien und dem Pazifikraum.
Im Jahr 1672 gerieten die mächtigen Niederlande gleichzeitig in einen Krieg mit Frankreich und England. Dadurch wurde der Hafen Amsterdams unerreichbar für die Handelsflotte mit Waren aus Indien. Zum Ende des Jahrhunderts endete auch die Periode der größten Blüte. Die wirtschaftlichen Strukturen änderten sich; Amsterdam verlor seine Stellung als Umschlaghafen für den Welthandel. Gleichzeitig aber wurde der Geldmarkt immer wichtiger.
Amsterdam schaffte es, zum finanziellen Zentrum der Welt zu werden, als Bankier für die europäischen Fürsten, die mit geliehenem Geld ihre kostspieligen Kriege führten.
Unzählige jahrhundertealte Denkmäler zieren den Stadtkern. Bis zum heutigen Tag zeugen fast 7000 Kaufmanns- und Lagerhäuser sowie beinah 1300 Brücken aus dem sechzehnten, siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert von diesem Goldenen Zeitalter. Die erhabenen Händlerhäuser wurden entlang der 165 Grachten gebaut, die als Transportwege genutzt wurden, um die schnelle Verteilung der Importwaren in der Stadt und zu den Handelskontoren zu bewerkstelligen. Die größte Altstadt Europas wurde mit ihren schönen Gebäuden auch in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
Politik
Durch die liberale Politik der Niederlande seit 1976 wurde Amsterdam zum Zentrum des Drogentourismus in Europa. Rund 300 bis 400 der ca. 500 Coffee Shops sind in der Stadt beheimatet.
Sehenswürdigkeiten
Coffee Shop
Coffee Shop
Coffee Shop
Coffee Shop
- Museen:
- Amsterdam besitzt mehr als vierzig Museen. Die bedeutendsten sind:
- Das Rijksmuseum: Nationalmuseum, Stadhouderskade 42; holländische Gemälde des 16.-19. Jahrhunderts, einschl. der berühmten Nachtwache von Rembrandt. Öffnungszeiten: Di-Sa 10.00-17.00 Uhr, sonn- und feiertags 13.00-17.00 Uhr (montags sowie 1. Jan. geschlossen).
- Das Anne Frank-Haus, Prinsengracht 263. Öffnungszeiten: Tgl. 09.00-17.00 Uhr (Juni - Aug. bis 19.00 Uhr), einschl. gesetzl. Feiertage (1. Jan., 25. Dez. und Jom Kippur geschlossen).
- Das Van Gogh-Museum: Paulus Potterstraat 7. Öffnungszeiten: Mo-Sa 10.00-17.00 Uhr, sonn- und feiertags 13.00-17.00 Uhr (1. Jan. geschlossen).
- Museum Het Rembrandthuis: Rembrandthaus, Jodenbreestraat 4-6. Ehemaliges Wohnhaus des Malers. Öffnungszeiten: Mo-Sa 10.00-17.00 Uhr, sonn- und feiertags 13.00-17.00 Uhr (1. Jan. geschlossen).
- Schifffahrtsmuseum (Scheepvaart Museum): Kattenburgplein 1. Öffnungszeiten: Di-So 10-17 Uhr (Mitte Juni-Mitte Sept. und während der Schulferien auch Mo. geöffnet; 1. Jan., 29. April u. 25 Dez. geschlossen)
- Biblisches Museum (Bijbels Museum) Amsterdam
- Jüdisches Historisches (Joods Historisch) Museum, in der ehemaligen Synagoge nahe dem Waterlooplein
- Theatermuseum: Geschichte des niederländischen Theaters
- Städtisches Museum (Stedelijk Museum) für moderne Kunst
- Die Petersburger Eremitage hat im Amstelhof eine Filiale in der Stadt
Petersburger Eremitage
- Kirchen:
- Es gibt einige berühmte Kirchen in Amsterdam. Sehenswert sind:
- Amstelkerk
- "Ons´ Lieve Heer op Solder" - Museum Amstelkring (verborgene Kirche)
- Nieuwe Kerk (1490)
- De Duif
- Mozes en Aäronkerk
- Posthoornkerk
- Sint Nicolaaskerk
- Noorderkerk (1620-1623)
- Oosterkerk
- Zuiderkerk (1603-1611)
- Westerkerk (1631)
- Oude Kerk (ca. 1400)
- Konzertsäle/Theater:
- Stadsschouwburg (Oper)
- Concertgebouw, Sitz des renommierten gleichnamigen Orchesters (klassische Musik, Oper, Ballett).
- Sonstige:
Ballett
Ballett
- De Waag (Stadtwaage), auf dem Nieuw-Markt
- Madame Tussaud's
- Königlicher Palast
- Munt-Turm am Schwimmenden Markt auf der Singel-Gracht
- Der Flohmarkt am Waterlooplein
- Der Begijnhof (Almshäuser aus dem 14. Jahrhundert)
- Die Buchhandlungen am Oudemanhuispoort.
- Nachtleben: Viele der Nachtklubs liegen im Viertel um die Plätze Rembrandtsplein und Leidseplein. Die Zeitschrift „Amsterdamer Woche“ veröffentlicht einen umfassenden Veranstaltungskalender. Im Vergnügungsviertel Walletjes und um die Leidseplein herum findet man unzählige Coffee-Shops, Bars und Klubs.
- Hortus Botanicus Amsterdam, der botanische Garten
- Der Zoo
- Beurs van Berlage, die Alte Börse (vom berühmten Architekten Hendrik Petrus Berlage entworfenes Börsengebäude)
Wirtschaft
Viele niederländische Firmen, wie beispielweise die Brauerei Heineken, haben ihren Hauptsitz in Amsterdam. Die niederländischen Großbanken, ABN AMRO, Rabobank oder die ING Groep sind Eigentümer von Bürokomplexen am Bahnhof Sloterdijk im Nordwesten der Stadt, am World Trade Center im Süden. Computerfirmen, wie Cisco oder NCR haben ihren Hauptsitz im südwestlichen Gewerbegebiet in Bullewijk, wo auch IKEA einen Markt betreibt. Der Amsterdamer Hafen ist der zweitgrößte in den Niederlanden, nach dem Hafen in Rotterdam.
Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle der Stadt, neben der sogenannten Counsil Tax, eine Steuer auf Häuser und Wohnungen. Jährlich besuchen millionen Urlauber aus aller Welt die Stadt. Zahlreiche Hotelketten, wie Marriott, aber auch viele kleinere Hotels befinden sich in der ganzen Stadt verstreut. Anziehungpunkte sind vor allen die vielen Grachten, Coffeeshops und der Rotlichtbezirk Walletjes im Stadtzentrum und die vielen Museen der Stadt. In der Nähe des Leidseplein befinden sich Diskotheken und Holland Casino für Glückspieler.
Verkehr
Holland Casino
Das gängigste Fortbewegungsmittel der Stadt ist, wie überall in den Niederlanden, das Fahrrad. Ein Netz von Fahrradwegen ("fiets pad") zieht sich quer durch Amsterdam, neben allen Strassen und Kanälen, durch alle Parks und verbindet alle Nachbargemeinden.
Neben dem IJ-Ausläufer der über den Nordseekanal in die Nordsee mündet und auch eine Verbindung zum "Amsterdam-Rijnkanaal" hat, bindet ein System von Kanälen, das sich halbkreisförmig durch die Stadt zieht, die Stadt mit dem nationalen Kanalsystem.
Die Metro Metro Amsterdam betreibt vier verschiedene Linien, die unter anderem auch Amstelveen im Süden der Stadt anbindet. Der zweitgrößte Flughafen auf dem europäischen Festland "Luchthaven Schiphol", befindet sich süd-westlich zwischen Amstelveen und Hoofddorp im Utrechter Landkreis.
Der Zentralbahnhof im Zentrum verbindet die Stadt, neben neun weiteren mit der Bahn in alle Richtungen an über die Züge der NS-Bahngesellschaft.
Amsterdam umschließt der Autobahnring A 10, mit Anbindung an die A8 im Nordenwesten bei Zaandam Richtung Alkmaar, im Südwesten an die A 4, südöstlich die A 2 Richtung Utrecht und östlich die A 1 Richtung Almere / Hilversum.
Die Stadt ist Ausgangs- und Endpunkt der deutsch-niederländischen Ferienstraße Oranier-Route.
Universitäten
Amsterdam besitzt zwei Universitäten. Die Freie Universität Amsterdam ist die einzige protestantische Universität der Niederlande. Dagegen hat die städtische Universiteit van Amsterdam keine konfessionelle Bindung. Beide Universitäten haben eigene Universitätskrankenhäuser.
Graffiti
Amsterdam gehört zu den wichtigsten Graffiti-Metropolen. Obwohl sicherlich auch die aus der Hip-Hop-Szene entstandene New Yorker Sprayerszene in den Anfängen die Amsterdamer Sprayer beeinflusste, spielte hier die Punk-Bewegung die wichtigere Rolle. Amsterdamer Sprayer beeinflussten seit Anfang der Achtziger Jahre stilistisch viele Sprayer in aller Welt.
New York
Persönlichkeiten
- Anne Frank, Autorin des weltberühmten Tagebuchs
- Rembrandt van Rijn, Maler
Söhne und Töchter der Stadt
- siehe Liste der Söhne und Töchter von Amsterdam
Literatur
van Treeck, Bernhard: Das große Graffiti-Lexikon. Lexikon-Imprint-Verlag, Berlin, 2001, ISBN 3-89602-292-X
Weblinks
- [http://www.iamsterdam.com Website] der Stadt Amsterdam (Englisch, "www.iamsterdam.com has been created as a portal to the City of Amsterdam for the City's international visitors, expats, students and businesses.")
- [http://www.sababa.nl/de Ihr Portal in Holland] (Niederländisch, "
- [http://www.amsterdam.nl Offizielle Site] der Stadt Amsterdam (Niederländisch, "De site www.amsterdam.nl komt tot stand onder verantwoordelijkheid van de directie Communicatie van de gemeente Amsterdam in samenwerking met de directie Concern Organisatie.")
- [http://www.thc-ministry.net/gallery/Graffity Amsterdam Graffiti]
-
Kategorie:Amsterdam
Kategorie:Ort in den Niederlanden
Kategorie:Hauptstadt in Europa
Kategorie:Weltkulturerbe
Kategorie:Ort mit Seehafen
ja:アムステルダム
ko:암스테르담
21. FebruarDer 21. Februar ist der 52. Tag des Gregorianischen Kalenders.
Ereignisse
- 1832 - Entdeckung von Grahamland (Antarktis)
- 1848 - Karl Marx und Friedrich Engels veröffentlichen "Das Kommunistische Manifest".
- 1916 - Erster Weltkrieg: Die bis zum 18. Dezember dauernde Schlacht um Verdun zwischen Deutschland und Frankreich beginnt.
- 1931 - Die älteste überlieferte Flugzeugentführung findet im peruanischen Arequipa statt.
- 1946 - Erste Ausgabe der Wochenzeitung Die Zeit.
- 1965 - Malcolm X wird in New York City von Black Muslims ermordet.
- 1972 - US-Präsident Richard Nixon besucht die Volksrepublik China.
- 1999 - Die Opposition in Togo blockiert die Parlamentswahlen.
- 2000 - Deutschlands Bundespräsident Johannes Rau auf Staatsbesuch in Ägypten.
- 2000 - Teheran, Iran. Eröffnung der ersten U-Bahnlinie. Die Eröffnung nimmt Staatspräsident Mohammad Chātemī vor.
- 2001 - Indien. Ende des Pilgerfestes Kumbh Mela (rituelles Bad).
- 2003 - Kroatien stellt in Athen, Griechenland, den Antrag auf Mitgliedschaft in der EU.
- 2005 - Der Eschweiler Wolf wird in Heinsberg erschossen.
Kultur
- 1822 - Uraufführung der komischen Oper "Le Petit souper" von Victor Dourlen an der Opéra-Comique in Paris.
- 1826 - Uraufführung der Oper "Caritea, Regina di Spagna" von Saverio Mercadante am Teatro Fenice in Venedig.
- 1852 - Uraufführung der Oper "Die Nürnberger Puppe" von Adolphe Adam an der Opéra-National in Paris.
- 1886 - Private Uraufführung der Oper "Chowanschtschina" von Modest Petrowitsch Mussorgski im Musikdramatischen Klub in Sankt Petersburg.
- 1907 - Uraufführung der komischen Oper "Romeo und Julia auf dem Dorf" von Frederick Delius an der Komischen Oper Berlin.
- 1919 - Uraufführung der Oper "Absalom i Eteri" von Sacharij Paliaschwili in Tiflis.
- 1927 - Uraufführung der Operette "Der Zarewitsch" von Franz Lehár am Deutschen Künstler-Theater in Berlin.
- 1930 - Uraufführung der Operette "Viktoria und ihr Husar" von Paul Abraham in Budapest
- 1999 - Der US-amerikanische Regisseur Terrence Malick gewinnt den Goldenen Bären bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin.
Wirtschaft
Wissenschaft und Technik
- 1953 - Die molekulare Struktur der DNA wird von Francis Crick und James Watson entdeckt.
Kultur
Religion
- 1431 - Jeanne d'Arc wird der Ketzerei angeklagt und in Rouen vor ein Gericht gestellt.
- 1946 - Die Deutschen Erzbischöfe Joseph Frings, Bischof Clemens August Graf von Galen und Bischof Konrad Graf von Preysing werden in Rom vom Papst zu Kardinälen ernannt.
Katastrophen
- 1907 - Das britische Fährschiff Berlin strandet im Sturm vor Hoek van Holland. 176 Menschen kommen ums Leben.
- 1970 - Nach einer Bombenexplosion stürzt in der Schweiz eine CV-990 ab. Alle 47 Menschen an Bord sterben.
- 1973 - Israel. Zwei israelische Kampfflugzeuge schießen eine libysche Verkehrsmaschine über Sinai ab. 100 Tote.
Sport
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1999 - Deutschland. Martin Schmitt aus Furtwangen erringt bei den nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Bischofshofen die Goldmedaille im Skispringen von der Großschanze. Silber geht an Sven Hannawald aus Hinterzarten. Bronze an den Japan.
Geboren
Hinterzarten
- 1397 - Isabella von Portugal, Ehefrau von Philip III., dem Herzog von Burgund
- 1556 - Sethus Calvisius, deutscher Komponist (ab 1594 Thomaskantor in Leipzig)
- 1593 - Gérard Desargues, französischer Mathematiker
- 1609 - Raimund von Montecuccoli, österreichischer Feldherr, Diplomat und Staatsmann
- 1632 – Aegidius Strauch, Theologe
- 1728 - Peter III., russischer Zar
- 1770 - Georges Mouton, comte de Lobau, französischer General, Pair und Marschall von Frankreich
- 1779 - Friedrich Carl von Savigny, deutscher Rechtsgelehrter
- 1785 - Karl August Varnhagen von Ense, deutscher Schriftsteller und Biograph
- 1791 - Carl Czerny, österreichischer Pianist
- 1791 - John Mercer, britischer Chemiker
- 1794 - Antonio López de Santa Anna, mexikanischer Offizier und Politiker
- 1801 - Johann Wenzel Kalliwoda, böhmischer Komponist
- 1801 - John Henry Newman, englischer Kardinal
- 1808 - Wilhelm Löhe, deutscher protestantischer Theologe
- 1817 - José Zorila y Moral, spanischer Autor
- 1822 - Ludwig Beckmann, deutscher Maler
- 1823 - Eduard Oscar Schmidt, deutscher Zoologe
- 1823 - Julius Jolly, badischer Politiker
- 1829 - Johannes von Miquel, preußischer Politiker und Reformator
- 1836 - Emil Hartmann (Komponist), dänischer Komponist
- 1836 - Léo Delibes, französischer Komponist
- 1837 - Rosalía de Castro, spanische Dichterin
- 1844 - Charles-Marie Widor, französischer Organist, Komponist und Lehrer
- 1851 - Karl Wilhelm Diefenbach, Maler und Sozialreformer
- 1865 - Walter Boveri, Industrieller, Gründer von Brown, Boveri & Cie (BBC)
- 1866 - August Paul von Wassermann, deutscher Bakteriologe
- 1871 - Paul Cassirer, deutscher Verleger und Galerist
- 1875 - Jeanne Calment, die älteste dokumentierte Person.
- 1876 - Constantin Brancusi, rumänischer Bildhauer
- 1880 - Waldemar Bonsels, deutschter Schriftsteller
- 1881 - Walter Scharwenka, deutscher Komponist
- 1885 - Sacha Guitry, französischer Schauspieler, Filmregisseur, Drehbuchautor und Dramatiker
- 1886 - Wladimir Wiese, russisch-sowjetischer Ozeanograph und Polarforscher
- 1893 - Andrés Segovia, spanischer Gitarrist
- 1895 - Henrik Dam, dänischer Biochemiker und Nobelpreisträger
- 1896 - Kazys Viktoras Banaitis, litauischer Komponist
- 1903 - Anaïs Nin, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1903 - Raymond Queneau, französischer Autor
- 1903 - Scrapper Blackwell, US-amerikanischer Blues-Musiker
- 1904 - Alexei Nikolajewitsch Kossygin, war Ministerpräsident der Sowjetunion
- 1907 - Wystan Hugh Auden, englischer Schriftsteller
- 1909 - Hans Erni, schweizerischer Maler und Bildhauer
- 1909 - Jan Václav Sládek tschechischer Maler und Graphiker
- 1913 - Benjamin Bloom, US-amerikanischer Professor, Forscher und Lehrer
- 1915 - Jewgeni Lifschitz, sowjetischer Physiker
- 1920 - Ishigaki Rin, japanische Dichterin
- 1920 - Leo Scheffczyk, deutscher Theologe und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1921 - John Rawls, US-amerikanischer Philosoph
- 1921 - Antonio María Javierre Ortas, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1924 - Robert Gabriel Mugabe, Chef der ZANU-Partei und Staatsoberhaupt von Simbabwe
- 1924 - Silvano Piovanelli, Erzbischof von Florenz und Kardinal
- 1925 - Sam Peckinpah, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1926 - Hans Schwier, deutscher Politiker und Kultusminister von Nordrhein-Westfalen
- 1927 - Guy Mitchell, US-amerikanischer Sänger
- 1930 - Wilfried Minks, deutscher Bühnenbildner und Theaterregisseur
- 1933 - Bob Rafelson, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1933 - Nina Simone, US-amerikanische Jazz- und Bluesmusikerin
- 1937 - Harald V., norwegischer König
- 1937 - Ron Clarke, Mittel- und Langstreckenläufer
- 1938 - Lester Bird, antiguanischer Politiker und Premierminister
- 1942 - Bob Colin Day, britische Sängerin
- 1942 - Margarethe von Trotta, deutsche Filmregisseurin
- 1943 - Paul Kirchhof, Richter am Bundesverfassungsgericht
- 1945 - Paul Newton, britischer Musiker
- 1945 - Walter Momper, deutscher Politiker
- 1946 - Alan Rickman, britischer Bühnen- und Film-Schauspieler
- 1946 - Ottmar Schreiner, deutscher Jurist und Politiker
- 1946 - Anthony Daniels, britischer Schauspieler
- 1948 - Elmar Müller, deutscher Fußballtrainer
- 1949 - Jerry Harrison, US-amerikanischer Musiker
- 1949 - Ronnie Hellström, schwedischer Fußball-Torwart
- 1950 - Håkan Nesser, schwedischer Schriftsteller
- 1953 - Dagmar Roth-Behrendt, deutsche Politikerin
- 1955 - Gerhard Rüdiger Gundermann, deutscher Liedermacher
- 1955 - Kelsey Grammer, US-amerikanischer Schauspieler
- 1955 - Rolf Schlierer, Bundesvorsitzender der Partei Die Republikaner
- 1958 - Mary Chapin Carpenter, US-amerikanische Country-Sängerin
- 1962 - Chuck Palahniuk, US-amerikanischer Schriftsteller (Fight Club)
- 1967 - Leroy Burrell, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1967 - Silke Knoll, deutsche Leichtathletin
- 1973 - Paolo Rink, deutscher und brasilianischer Fußballspieler
- 1979 - Jennifer Love Hewitt, US-amerikanische Schauspielerin
Gestorben
- 1513 - Giuliano della Rovere, Papst von 1503 bis 1513
- 1513 - Julius II. (Papst), war unter dem Namen Julius II. Papst
- 1554 - Hieronymus Bock, deutscher Botaniker, Arzt und lutherischer Prediger
- 1554 - Sibylle von Jülich-Kleve-Berg, Älteste Tochter von Herzog Johann III.
- 1633 - Karl Hannibal von Dohna, Landvogt in der Oberlausitz
- 1677 - Baruch Spinoza, niederländischer Philosoph
- 1730 - Benedikt XIII., Papst 1724-1730
- 1730 - Pietro Francesco Orsini, Papst von 1724 bis 1730
- 1824 - Eugène Beauharnais, Stefsohn von Napoleon
- 1841 - Dorothea Tieck, deutsche Shakespeare-Übersetzerin
- 1846 - Ninko, 120. Kaiser von Japan
- 1861 - Lars Levi Laestadius, schwedischer Erweckungsprediger in Lappland
- 1862 - Justinus Kerner, deutscher Schriftsteller und Arzt
- 1882 - Gottfried Wilhelm Lehmann, Mitbegründer der deutschen Baptistengemeinden
- 1891 - Georges Seurat, Erfinder, Maler des Pointillismus
- 1894 - Gustave Caillebotte, französischer Maler und Kunstsammler
- 1902 - Emil Holub, böhmischer Afrikaforscher
- 1902 - Mathias Kneißl (hingerichtet), bayerischer Räuber
- 1912 - Osborne Reynolds, britischer Physiker
- 1919 - Kurt Eisner, deutscher Politiker und Schriftsteller
- 1919 - Louis Tuaillon, preußischer Bildhauer
- 1920 - Alfons Heinrich, Herzog von Oporto und Herzog zu Sachsen
- 1925 - Josef Lang, österreichischer Henker
- 1926 - Heike Kamerlingh Onnes, niederländischer Physiker
- 1931 - Frederick Banting, entdeckte zusammen mit Charles Best das Insulin
- 1934 - Augusto César Sandino, Führer des nicaraguanischen Widerstands gegen die US-Besatzung
- 1938 - George Ellery Hale, US-amerikanischer Astronom
- 1938 - Wilhelm Lütgert, deutscher protestantischer Theologe
- 1939 - Edlef Köppen, deutscher Schriftsteller und Rundfunkredakteur
- 1941 - Frederick Banting, britischer Mediziner und Nobelpreisträger
- 1944 - Ferenc Szisz, französisch-ungarischer Rennfahrer
- 1944 - Giacinto Ghia, italienischer Automobildesigner
- 1945 - Eric Liddell, schottischer Leichtathlet, Olympiasieger über 400 Meter und Rugby-Nationalspieler
- 1957 - Max Prantl, Dichter und Maler
- 1960 - Jacques Becker, französischer Filmregisseur
- 1965 - Malcolm X, US-amerikanischer Führer der Schwarzenbewegung
- 1967 - Wolf Albach-Retty, österreichischer Schauspieler
- 1968 - Howard Walter Florey, australischer Pathologe und Nobelpreisträger
- 1968 - Robert Jaffé, deutscher Politiker
- 1972 - Eugène Gabriel Gervais Laurent Tisserant, Kardinaldekan der katholischen Kirche
- 1977 - Heinrich Auge, deutscher Politiker und MdB
- 1980 - Alfred Andersch, deutscher Schriftsteller, Herausgeber und Rundfunkredakteur
- 1980 - Peter Wiepert, fehmarnscher Heimatforscher und Schriftsteller.
- 1981 - Ron Grainer, australischer Komponist
- 1982 - Gershom Scholem, Forscher der jüdischen Mystik
- 1984 - Michail Alexandrowitsch Scholochow, sowjetrussischer Schriftsteller
- 1991 - Margot Fonteyn de Arias, berühmte britische Ballett-Tänzerin
- 1996 - Morton Gould, US-amerikanischer Komponist, Dirigent und Pianist
- 1997 - Jupp Posipal, deutscher Fußballspieler
- 1999 - Gertrude Belle Elion, US-amerikanischer Wissenschaftler und Nobelpreisträger für Medizin
- 1999 - Friedrich Hundertwasser, österreichischer Künstler
- 2003 - Karel Kosik, tschechischer Philosoph
- 2004 - Guido Molinari, kanadischer Maler und Grafiker
- 2005 - Gerhard Hecht, Boxer
- 2005 - Guillermo Cabrera Infante, kubanischer Schriftsteller
- 2005 - Josef Metternich, deutscher Opernsänger
Feier- und Gedenktage
- Kirchliche Gedenktage:
- Hl. Petrus Damiani, Bischof, Kirchenlehrer (katholisch)
- Internationaler Tag der Muttersprache (UNESCO)
- Nordfriesischer Feiertag (Biikebrennen)
- Welttag des Fremdenführers
Siehe auch
- 20. Februar - 22. Februar
- 21. Januar - 21. März
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0221
ja:2月21日
ko:2월 21일
simple:February 21
th:21 กุมภาพันธ์
Den Haag
Den Haag //, amtssprachlich ’s-Gravenhage, dt. auch der Haag ist der Regierungssitz der Niederlande und die Hauptstadt der Provinz Südholland.
Seit 1831 ist sie Residenz des Königshauses.
Den Haag ist mit 468.711 Einwohnern die drittgrößte Stadt der Niederlande. Die engere Stadtregion heißt Haaglanden und zählt 977.000 Einwohner in neun Gemeinden.
Die Stadt beherbergt den Internationalen Gerichtshof, den Internationalen Strafgerichtshof, als UN-Stadt das UN-Kriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien und zahlreiche weitere internationale Einrichtungen.
Lage und Wirtschaft
Den Haag liegt im Westen der Niederlande. Das Stadtzentrum liegt etwa 6 km von der Nordsee entfernt. Die Stadtteile Scheveningen und Kijkduin liegen direkt am Meer.
Die Stadt ist Teil des Ballungsraums Randstad Holland. In unmittelbarer Nähe liegen weitere bedeutende Städte, etwa Rotterdam (20 km), Leiden (15 km) oder Delft (8 km). Die in den 1970er Jahren gegründete Trabantenstadt Zoetermeer liegt etwa 10 km östlich von Den Haag.
Südlich der Stadt erstreckt sich bis zur Rheinmündung bei Hoek van Holland das etwa 20 x 20 km große Westland, eine riesige, zusammenhängende Gewächshauslandschaft, in der Gemüse und Blumen angebaut werden.
Die Stadt ist reich an kleinen und mittelgroßen Handels- und Industrieunternehmen. Es liegt auf der Hand, dass der Dienstleistungssektor mit vielen Büros aller Art für einen Regierungssitz wirtschaftlicher Schwerpunkt ist; in Den Haag ist dies auch der Fall.
Geschichte
Bereits im 11. Jahrhundert gab es in der Umgebung des heutigen Binnenhofes ein Dorf, wo die Grafen von Holland ein Gebäude besaßen, wo sie wohnten oder nur auf der Durchreise übernachteten. Im Jahr 1248 ließ Graf Wilhelm II. von Holland ein Schloss bauen. Dieser Graf, der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches werden wollte, starb aber bevor das Schloss fertig war. Sein Sohn, Floris V., ließ diese Arbeiten machen. Unter anderem der Rittersaal, wo jetzt immer noch am Prinsjesdag, dem 3. Dienstag im September, die Königin mit der Verlesung der Thronrede das parlamentarische Sitzungsjahr offiziell eröffnet, kam damals zu Stande.
Nach etwa 1300 war "Die Haghe" bereits die Residenz der Grafen von Holland. Es war bis zum 17. Jahrhundert nur mit Erdwällen und untiefen Gräben befestigt, und erhielt nie ein formales Stadtrecht. Trotzdem hatte die Bevölkerung einige Privilegien, unter anderem auf dem Gebiet der Steuern. Im Jahr 1560 bekam es ein kleines Rathaus, und eine steinerne Stadtbefestigung wurde genehmigt. Diese kam aber nicht rechtzeitig fertig, um die Bevölkerung vor den Katastrophen des Achtzigjährigen Krieges zu schützen. Den Haag wurde in dieser Epoche mehrere Male geplündert und niedergebrannt.
Nach 1648 wurde Den Haag Residenz der Statthalter der Republik der Sieben Vereinigten Niederlande. Eine Periode großen Wohlstands war angebrochen. Johann Moritz von Nassau ließ das Mauritshuis (jetzt Museum) bauen, für die Hofhaltung, die Regierungsmitglieder und ausländische Staatsvertreter wurden großartige, sehr vornehme Häuser errichtet. Von diesen Häusern sind viele zwischen 1750 und 1900 erbaute Exemplare noch überall in der Innenstadt zu finden. Ein Vorteil dabei war die Tatsache, dass Den Haag keine ummauerte Festungsstadt war, und dem Neubau dadurch keine Beschränkungen gestellt waren.
König Ludwig Bonaparte erklärte Den Haag 1806 offiziell zur Stadt.
Im 20. Jahrhundert kamen viele Wohnungen für Beamte und einfachere Leute hinzu, darunter das jetzt als "problematisch" geltende Malerquartier (Schilderswijk).
Die Stadt war über 300 Jahre von Kriegsgewalt verschont geblieben, als am Anfang des 2. Weltkrieges, am 10. Mai 1940, deutsche Fallschirmjäger die Stadt angriffen. Ihre Aufgabe war es, das niederländische Regierungszentrum "blitzartig" einzunehmen. Dieses Vorhaben scheiterte an schlechter Planung und an der dort (ausnahmsweise) ausreichenden Militärverteidigung der Niederlande. Erst nach der Kapitulation am 15. Mai marschierte die deutsche Wehrmacht in Den Haag ein. Der von Adolf Hitler zum Reichskommissar für die besetzten niederländischen Gebiete ernannte Arthur Seyß-Inquart wurde bald darauf im Rittersaal installiert. Das Gefängnis im Stadtteil Scheveningen diente zur Inhaftierung von politischen Gegnern, u.a. Widerstandskämpfern. Es erhielt von jenen den Beinamen: Oranje-Hotel. Am 3. März 1945 wollten britische Bomber einen Luftangriff gegen deutsche Verwaltungsgebäude in Den Haag ausführen. Durch einen Navigationsfehler trafen die Bomben aber das Wohnviertel Bezuidenhout. Dabei kamen etwa 500 Menschen ums Leben, und 3000 Häuser wurden zerstört.
Am 13. September 1974 stürmten Mitglieder der Japanischen Roten Armee die französische Botschaft in der Stadt und nahmen den Botschafter und zehn weitere gefangen. Bei dem Überfall wurde die Polizistin Hanke Remmerswaal in den Rücken geschossen. Nach Zahlung eines Lösegeldes in Höhe von 300.000 US-Dollar und freies Geleit zu einen Flugzeug werden die Geiseln freigelassen.
In den 1970er und 1980er Jahren wurden Teile der Stadt tiefgreifend modernisiert.
Auch nach 1990 wurden zum Teil sehr auffällige Neubauten errichtet, darunter einige Ministerienbüros in der Nähe des Hauptbahnhofes.
Sehenswürdigkeiten
1980er
1980er
- Paleis Noordeinde - Regierungssitz der Königlichen Familie
- Binnenhof - Mittelalterlicher Gebäudekomplex mit Sitz der niederländischen Regierung. Den Mittelpunkt bildet der Rittersaal.
- Mauritshuis - Ehemaliges Wohnhaus von Johan Maurits van Nassau Siegen, beherbergt heute eine bedeutende Sammlung flämischer und holländischer Malerei mit Werken von u.a. Rembrandt und Vermeer
- Friedenspalast (Vredespaleis) - sehenswertes Neorenaissance-Gebäude (1907-1913), Sitz des Internationalen Gerichtshofs
- Gemeindemuseum (Haags Gemeentemuseum) - mit vor allem Kunst aus dem 20. Jahrhundert
- Panorama Mesdag - das 1881 vom Haager Maler Hendrik Willem Mesdag vollendete Panorama. In den 1990er Jahren restauriert.
- Madurodam - eine Miniaturstadt, die wichtigste Freizeit-Anlage der Stadt
- Gevangenpoort - ehemaliges Schlosstor und Gefängnis, heute Foltermuseum.
- Oude Stadhuis - Altes Rathaus, erbaut 1561 bis 1565.
- Grote Kerk/St.Jakobskerk - Stadtkirche aus dem 14. Jahrhundert mit 100 m hohem, sechseckigem Turm.
- Spinozahuis - Wohnhaus des niederländischen Philosophen Baruch Spinoza (1632-1677).
- Kommunikationsmuseum, Museum voor Communicatie - interaktives Museum der Geschichte und Technik der Kommunikation.
- Rijksmuseum Den Haag - bedeutende Sammlung französischer und niederländischer Gemälde mit Werken von Barbizon, Corot, Rousseau, Delacroix, Maris und Israëls.
- Plein - zentraler Platz des Regierungsviertels.
- Kloosterkerk - älteste Kirche der Stadt, um 1400 errichtet, bis 1583 Teil des Dominikanerklosters.
- Nationales Literaturwissenschaftliches Museum, Letterkundig Museum
- Nieuwe Kerk - Kirche aus dem 17.Jh., Grabstätte Spinozas und der Gebrüder de Witt.
- Catshuis - Amtssitz des Premierministers.
- Congresgebouw/NCC - größtes Kongressgebäude der Niederlande.
- Haagse Bos - 2 km lange, prächtige Parkanlage westlich von Huis ten Bosch.
- mehrere schöne alte Häuser und Alleen, verbreitet über die Stadt
- Scheveningen - Geschichtsträchtiger Seekurort mit historischem Kurhaus
Verkehr
Den Haag liegt an zwei Autobahnen von europäischer Bedeutung. Die A12 ist die Fortsetzung der aus Richtung Frankfurt am Main, Köln und Ruhrgebiet kommenden deutschen Autobahn A 3. Die A4 verbindet Amsterdam mit Rotterdam und den belgischen Metropolen Antwerpen und Brüssel und führt von dort weiter nach Frankreich, Paris.
Die Stadt besitzt zwei große Bahnhöfe: den modernen Kopfbahnhof Den Haag Centraal (Hauptbahnhof) und den Durchgangsbahnhof Hollands Spoor mit sehenswerter historischer Architektur, w.u. die Fuerstlicher wart-zimmern.
In Den Haag eröffnete 1864 die erste Straßenbahn der Niederlande.
Das Straßenbahnnetz der Stadt zählt heute zu den größten in Europa. Nach großen Schwierigkeiten beim Bau wurde 2004 ein neuer Tunnel unter dem Stadtzentrum für die Straßenbahn in Gebrauch genommen.
Den Haag hat keinen eigenen Flughafen, der Großflughafen Schiphol bei Amsterdam ist jedoch nur 50 km entfernt und schnell zu erreichen. Allerdings gibt es bei Den Haag den Militärflugplatz Valkenburg, welcher wegen der Sicherheit auch für regierungs- und köngigliche Flüge benutzt wird.
Der Stadtteil Scheveningen besitzt einen kleinen Seehafen.
Über Kanäle ist die Stadt auch an das eng geknüpfte Netz niederländischer Binnenwasserstraßen angebunden.
Die Stadt liegt an der deutsch-niederländischen Ferienstraße Oranier-Route.
Söhne und Töchter der Stadt
viele Mitglieder der königlichen Familie der Niederlande finden sie unter: Oranien. Andere berühmte Persönlichkeiten sind ausgelagert unter Söhne und Töchter von Den Haag.
Statistiken
Entwicklung der Einwohnerzahl (jeweils zum 1. Januar)
Weblinks
- [http://www.denhaag.com Tourismusportal der Stadt Den Haag] (de, nl, en, fr, es, it)
- [http://www.denhaag.nl Gemeindeverwaltung Den Haag] (nl, en)
- [http://www.haaglaanden.nl Stadtregion Haaglanden] (nl, en)
Kategorie:Ort in den Niederlanden
Kategorie:Hauptstadt in Europa
ja:ハーグ
ko:헤이그
SephardischSephardim (ספרדים, aus dem Hebräischen für iberische Halbinsel, deutsch Sepharden) sind Juden, deren Vorfahren bis 1492 in Spanien und Portugal ansässig waren.
Ihre gemeinsame Sprache ist das Sephardische, das sich vom mittelalterlichen Iberoromanischen ableitet.
Der Abschluss der Wiedereroberung Spaniens durch Ferdinand II. und Isabella I., „Los Reyes Católicos“ (Katholische Könige) zog eine bis dahin nicht gekannte Verfolgung von Juden nach sich, denen die "Wahl" zwischen Inquisition, Auswanderung oder Bekehrung zum Christentum (Converso) blieb.
Nach der Vertreibung der Juden von der Iberischen Halbinsel im Zuge der Reconquista ließ sich ein großer Teil von ihnen in Nordafrika und Südosteuropa, aber auch in den Niederlanden, Frankreich, deutschen Gebieten sowie in England und den USA nieder.
Die ersten Menschen jüdischer Abstammung in Amerika landeten 1492 mit Christoph Kolumbus auf Kuba. (siehe auch den Artikel Judentum in Kuba)
Lateinamerika bildete mit den Sepharden die größte jüdische Diaspora der Geschichte. Zugleich bot es damit der Inquisition ein weites Feld für die Vernichtung der jüdischen Identität der emigrierten Juden. Sie wird heute durch Familiennamenforschung und genetische Studien neu entdeckt. Allein 150.000 emigrierten in das Osmanische Reich, wo bis heute in der Türkei vereinzelte Gruppen ansässig sind.
Heute versteht man unter den sephardischen Juden in erster Linie diejenigen Bewohner Israels, die aus Ländern wie Marokko, dem Jemen, Syrien oder Indien nach Israel einwanderten. Die religiöse Shas-Partei in Israel versteht sich insbesondere auch als Wahrer der sephardischen Glaubensausprägung. Neben den Aschkenasim stellen die Sepharden in Israel einen eigenen Oberrabbiner.
Siehe auch
- Judentum, Aschkenasim, Marranen
- Portal:Religion, Portal:Bibel, Portal:Judentum
Weblinks
- http://www.sephardicstudies.org/
!
Kategorie:Judentum
ja:セファルディム
Bibelkritik
Bibelkritik ist die kritische Auseinandersetzung mit dem Inhalt der Bibel, der heiligen Schrift des Christentums bzw. im Alten Testament auch des Judentums. Bibelkritik wird nicht nur von "außen" geübt, sondern selbst innerhalb des Alten Testamentes selber oder im Verhältnis des Neuen zum Alten Testament wird Kritik deutlich. Große Teile der christlichen Theologie in Deutschland betreiben heute eine kritische Lesart der Bibel, die von den zwei in Deutschland vorherrschenden Kirchen inzwischen im Wesentlichen anerkannt und als Historisch-kritische Methode bezeichnet wird. Ein Teil der gläubigen Christen, die diese Methode oder ihre Ergebnisse ablehnen, bezeichnen sich selbst gerne als Bibeltreue. Der folgende Artikel setzt sich mit einer kritischen Würdigung der Bibel von innerhalb und außerhalb des Christentums auseinander.
Allgemeines
Die Bibelkritik stellt einen Teilbereich der Religionskritik dar als eine Kritik der Bibel als Ganzes, die von der Quellen- und philologischen Text- und Formkritik über die Historisch-kritische Exegese bis zur Biblischen Hermeneutik reicht. Die Motive reichen von polemischer Ablehnung des Christentums über die wissenschaftliche Auseinandersetzung bis hin zum Wunsch, das Verständnis für die Texte und ihr Kerygma zu fördern.
Die Kritik an der Bibel ist zu untersc | | |